Schlägerei vor Kultlokal: Diese Nacht war richtig teuer. Saftige Geldbußen setzte es für ein Duo, dessen Fäuste Anfang Mai allzu locker saßen.

Erstellt am 28. Juni 2018 (05:52)
Schauplatz der Schlägerei: Das Hütterl am Teich
Franz Enzmann

Eine handfeste frühmorgendliche Auseinandersetzung beim Hütterl am Teich hatte nun ein gerichtliches Nachspiel. Es war reichlich Alkohol im Spiel, als ein 34-Jähriger Faustschläge gegen Gesicht, Kopf und Rücken kassierte. Die Täter aus dem Bezirk Hollabrunn: ein 28-Jähriger mit einschlägiger Vorstrafe, der damals kaum noch stehen konnte, und ein 24-Jähriger.

„Ich habe mich fit gefühlt“

Es habe mit einem lächerlichen Streit um ein Getränk begonnen, schilderte der 24-Jährige vor Richter Erhard Neubauer und bekannte sich schuldig, dem Opfer „eine aufgelegt“ zu haben. Auch der 28-Jährige gab seine Schuld zu, wenngleich er sich nicht mehr an Details erinnern konnte. Er hatte sich jedenfalls zwei Tage später beim Opfer entschuldigt.

Wie viel er intus hatte? Sieben Bier und reichlich Gin Tonic, vermutlich mehr als drei Promille; während der 24-Jährige für den Tatzeitpunkt meinte: „Ich habe mich fit gefühlt.“

Im Zeugenstand schilderte der 34-Jährige, dass er das Hütterl gar nicht gekannt und nur wenig getrunken hatte. Der 28-Jährige sei „komplett drüber“ gewesen und sei ihn „angestiegen“. Als man aufgrund der hitzigen Situation aufbrechen wollte, habe ihm der 24-Jährige grundlos mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Schläge gegen den Rücken dürften vom anderen gekommen sein.

Raufbolde müssen fast 2.000 Euro zahlen

Dass das Opfer zuvor provoziert haben könnte, widerlegten Zeugen. Der 34-Jährige sei die ganze Zeit ruhig geblieben.

Die beiden Täter willigten jedenfalls sofort ein, einen Schmerzensgeldbetrag von jeweils 500 Euro zu bezahlen. Der bislang unbescholtene 24-Jährige nahm das (einkommensabhängige) Diversionsangebot von 1.820 Euro an. Für den vorbestraften 28-Jährigen, dessen Anwalt angesichts der Umstände für ein mildes Urteil plädierte, setzte es eine unbedingte Geldstrafe in Höhe von insgesamt 1.910 Euro. -cr-