Pernersdorf: Teenager wurde aus Wut zum Vandalen. Pernersdorfer gibt zu, eine Scheibe eingeschlagen zu haben. Eingetretene Transformator-Tür gehe nicht auf seine Kappe. Allerdings will ihn ein Zeuge gesehen haben.

Von Sandra Frank. Erstellt am 22. November 2018 (05:15)
Symbolfoto: Franz Enzmann
Die Zerstörungswut eines Jugendlichen bringt ihm jetzt eine Bewährungsstrafe ein.

Die Tür eines EVN-Transformators und die Scheibe eines Buswartehäuschens soll ein 16-Jähriger im September in seinem Heimatort mutwillig zerstört haben. „Das mit der EVN stimmt nicht, nur das mit dem Bushäuschen“, sagte der Jugendliche kleinlaut im Zeugenstand. „Sie sind aber gesehen worden“, entgegnete Richter Erhard Neubauer. Der Angeklagte blieb jedoch bei seiner Verantwortung.

Nachdem er bei einem Clubbing etwa 15 Mixgetränke konsumiert hatte, habe er auf der Heimfahrt mit der Freundin seiner Schwester gestritten. Er sei aggressiv gewesen, auf dem Weg zu einem Freund habe er aus Wut die Scheibe eingeschlagen. Sonst habe er nichts zerstört, wiederholte der 16-Jährige. „Ich hab’ gesehen, wie er vorgegangen ist und gegen den Transformator getreten hat“, erklärte hingegen ein Zeuge (50), der um 5 Uhr Früh vom Traktor aus alles beobachtet hatte.

„Ich wusste, der kommt schon zurück“

Der Jugendliche habe sich nach dem Tritt hingesetzt und geweint, er sei aufgeregt gewesen. „Als er dann auch noch beim Buswartehäuschen die Scheibe eingeschlagen hat, hab’ ich ihm nachgerufen, ob er deppert ist.“ Daraufhin sei der junge Pulkautaler davongerannt. Der Zeuge nahm die Verfolgung auf, als er ihn aus den Augen verlor, „habe ich abgewartet; ich wusste, der kommt schon zurück“. So war es auch.

Obwohl der Zeuge um die 60 Meter vom Trafo entfernt war, habe er den Täter gut sehen können, denn: „Die Ortsbeleuchtung ist gut, wir haben neue LED-Lampen bekommen.“

Der Richter hatte eine Erklärung für das Teilgeständnis: „Der Schaden am Buswartehäuschen beträgt nur 48 Euro, die Transformator-Tür kostet 1.500 Euro.“ Weil der Angeklagte schon diverse Vormerkungen hat, setzte es für ihn schließlich eine bedingte Freiheitsstrafe von sechs Wochen.