Hollabrunns Arbeitslosenrate fast wie früher. Nach dem Beginn der Corona-Pandemie schnellte die Arbeitslosigkeit im Bezirk Hollabrunn auf fast zehn Prozent in die Höhe. Nun nähert sich die Arbeitslosenquote wieder dem Wert des Jahres 2019 an.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 24. Juli 2021 (11:33)
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Der blaue Balken (2021) näher sich unübersehbar dem grünen (2019).
AMS

Kurzarbeit sicherte nach Ausbruch der Corona-Pandemie die Beschäftigung von 3.875 Menschen im Bezirk Hollabrunn und verhinderte einen noch dramatischeren Anstieg der Arbeitslosigkeit. "Das Ende des Lockdowns Mitte Mai brachte die Trendwende", berichtet Hollabrunns stellvertretender AMS-Geschäftsstellenleiter Peter Kirchner. Für den Juni 2021 errechnete sich die Arbeitslosenquote nun mit 5,8 Prozent. Im Sommer 2019 war die Quote um lediglich 0,3 Prozentpunkte niedriger. 

Grundlage für diese positive Bilanz zur Jahresmitte sind 20.547 Beschäftigte (plus 2,7 Prozent) und 1.254 Arbeitslose (minus 22,9 Prozent). „Sowohl im Landes- als auch Bundesvergleich hat Hollabrunn eine deutlich niedrigere Arbeitslosenquote“, freut sich Kirchner.

Niederösterreich liegt mit 6,6 Prozent unter dem Österreich-Wert von 7,0 Prozent. Ein Vergleich von Beschäftigten und Jobsuchenden offenbart große Unterschiede am Arbeitsmarkt.

289 derzeit in Weiterbildung über das AMS

Die Betroffenheit von Frauen liegt im Bezirk mit 6,3 Prozent deutlich über jener von Männern. Jugendliche (Arbeitslosenquote 4,8 Prozent) haben wesentlich bessere Jobchancen als die mittlere und ältere Erwerbsgeneration. Für Menschen ohne Berufsausbildung ist das Arbeitslosigkeitsrisiko dreimal so hoch als bei Fachkräften. „Neben konsequenter Vermittlung ist Qualifizierung ein wesentlicher Hebel zur Senkung von Arbeitslosigkeit“, verweist Kirchner auf 289 Jobsuchende, die sich derzeit mit Unterstützung des Arbeitsmarktservice weiterbilden.