Viele „brave Schüler“ bei Matura schon durch. Die Schüler sind glücklich, endlich wieder in die Schule gehen zu dürfen, wo sie Freunde und Lehrer treffen. Die Matura startet im Bundesgym am 26. Mai. Als "g'scheit und fleißig" beschreibt Direktorin Jutta Kadletz die Kandidaten.

Von Sandra Frank. Erstellt am 25. Mai 2020 (17:51)
Am Hollabrunner Bundesgymnasium herrscht nach dem Corona-Shutdown nun wieder Betrieb.
GuentherZ

„Wir haben zwei achte Klassen, die die ganze Oberstufe über ausgezeichnet waren“, lobt Jutta Kadletz, Direktorin des BG/BRG Hollabrunn, ihre Maturanten. Die Jugendlichen seien "g'scheit und fleißig", die beste Kombination, die sich ein Lehrer wünschen könne. 

BG/BRG-Direktorin Jutta Kadletz ist stolz auf ihre Maturaklassen.
NÖN

„Der größte Teil ist schon durch“, freut sie sich über eine Reihe guter Noten. Heuer wird nämlich das Zeugnis der achten Klasse in die Maturanote mit einbezogen. Wer keinen Vierer oder Fünfer im Zeugnis hat, hat die Matura also bereits im Vorfeld in der Tasche. Im Gym starten die Klausuren am 26. Mai.  

„Die Schüler sind ganz glücklich, wieder in die Schule gehen zu dürfen“, spricht Kadletz von einer guten Stimmung im BG/BRG. Das belegen auch die Feedbackbögen der Schüler. Auch wenn das Distance-Learning sehr gut funktioniert habe, bevorzugen die Schüler doch den persönlichen Kontakt mit ihren Lehrern.

Während des Shutdowns: "Habe eine leere Schule verwaltet."

Jetzt gibt es in der Schule ein Leitsystem, damit sich die Wege nicht kreuzen. „Da ist eine Schule mit vielen verschiedenen Eingängen ein Vorteil.“ Die Gangaufsicht in die Pausen sei verstärkt worden, aber: „Die Kinder sind wirklich brav“, betont die Direktorin. Eingeschüchtert, dass sie sich nicht ganz so frei wie gewohnt bewegen dürfen, seien sie aber nicht. Außerdem dürfen die Schüler – natürlich nicht alle gleichzeitig – in den Schulhof gehen.  

Kadletz selbst war während des Corona-Shutdowns jeden Tag im Gym. „Ich habe eine leere Schule verwaltet.“ Das sei oft schwieriger gewesen als bei vollem Betrieb, weil das schnelle, persönliche Gespräch zwischendurch nicht möglich gewesen ist. Ungewohnt sei das fast leere Gebäude für die Direktorin jedoch nicht gewesen, da sie auch in den Ferien oft vor Ort sei. 

Wichtig war ihr, die Fremdreinigungsfirma während der Coronapause weiter in der Schule zu beschäftigen, damit die Mitarbeiter nicht gekündigt werden. „Bei 4.500 Quadratmetern gibt’s schon einiges zu putzen. Jetzt glänzt die Schule“, schmunzelt Jutta Kadletz.