Guntersdorfer Bürgermeister: "Habe gut gewirtschaftet". Durch einen effizienten Sparkurs der Gemeinde, den Bürger manchmal nur zähneknirschend mittragen, schaffte es Guntersdorf unter die Top 20 von ganz Österreich.

Von Sandra Frank. Erstellt am 18. Juli 2019 (03:39)
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Symbolbild

„Da kann man sich schon freuen, wenn man auf Platz 19 von 2.000 geprüften Gemeinden ist“, gefällt dem Guntersdorfer Bürgermeister das eben erschienene Bonitätsranking österreichischer Gemeinden. Damit fährt die Marktgemeinde von Roland Weber das beste Ergebnis im Bezirk ein.

Niederösterreichweit ist es der siebente Rang. Insgesamt gelangten nur drei Gemeinden des Bezirks unter die besten 250: Retzbach (46) und Mailberg (60) schafften es ebenfalls auf beachtliche Positionen.

„Das beweist, dass ich gut gewirtschaftet habe“, schmunzelt Weber, der im Brotberuf Steuerberater ist. „Soziales Arbeiten bedeutet, vernünftig und effizient zu investieren.“ Und 2018 habe die Gemeinde relativ viel investiert. Dabei denkt Weber an das Guntersdorfer Betriebsgebiet, die Errichtung des Kanals oder die Sanierung des Pfarrhofstadls in Großnondorf.

VP
Roland Weber

„Es war ein intensives Jahr.“ Aber: Für all diese Investitionen waren nicht einmal 50 Prozent Fremdkapital nötig.

Ein Umstand, auf den der Bürgermeister stolz ist, und er betont: „Es hat keine Gebührenerhöhung gegeben, die sich auf unsere Bonität hätte auswirken können.“ Die Kanalgebühren etwa sind zuletzt 2013 erhöht worden.

Wie es dennoch möglich ist, knapp drei Millionen Euro zu investieren und nur wenig Fremdkapital zu benötigen? „Das ist der Verdienst der Bevölkerung“, lobt Weber seine Bürger. „Sie haben den Sparkurs der Gemeinde, wenn auch manchmal zähneknirschend, mitgetragen.“

Stehen Projekte ins Haus, so ist viel Eigenleistung gefragt. Das zeigte sich in der Vergangenheit bei der Errichtung des Feuerwehrhauses und des Musikerheims in Guntersdorf, zuletzt beim Pfarrhofstadl in Webers Heimatort.

Nächstes Projekt: Friedhofhaus

Und bald steht die Errichtung des Guntersdorfer Friedhofshauses an. Dort wird nächste Woche das Fundament betoniert, ebenfalls in Eigenregie. Mit dabei ist bei diesen Arbeiten der Bürgermeister selbst, der so der Bevölkerung ein gutes Vorbild sein will. So werde Geld gespart, das für andere Projekte in der Marktgemeinde verwendet werden könne.