Kritik an „Stein-Rabatten". Erst vor Kurzem wurde die Gemeinde Hollabrunn mit dem „Goldenen Igel“ für die umweltbewusste Pflege von Gemeindeflächen ausgezeichnet (Aktion „Natur im Garten“). Nun kommt in diesem Zusammenhang Kritik von SPÖ-Gemeinderat Peter Tauschitz.

Erstellt am 21. Juni 2017 (04:21)
Privat
So sehen die Rabatte in Breitenwaida derzeit aus 

Denn ein Blick nach Breitenwaida zeige, dass die spontane Neugestaltung von Rabatten scheinbar nicht immer nach diesem Grundsatz umgesetzt werde. „Schotter statt Grün ist das Bild, das sich seit einigen Wochen zeigt“, stellt der Breitenwaidinger fest.

Statt Grün prägt nun Schotter das Ortsbild

Ortsbewohner seien verwundert darüber, gebe es doch einige Fleißige, die sich um die Pflege der Grünflächen kümmern. Ein Dutzend Rabatte sei nun aber neu gestaltet worden, um den Pflegeaufwand zu reduzieren. „Die SPÖ Hollabrunn fordert bei der zukünftigen Umgestaltung von Rabatten im Gemeindegebiet, die betroffenen Bürger vorab zu informieren und einzubinden und setzt sich dafür ein, dass die Grünflächen im Straßenraum die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen zusteht – als wichtiger Bestandteil des Ortsbildes“, verkündet Tauschitz.

„Es sind alle betroffenen Bürger in Breitenwaida informiert worden.“

Für ÖVP-Gemeinderat und Stadtwerke-Chef Thomas Bauer geht diese Kritik ins Leere. „Es sind alle betroffenen Bürger in Breitenwaida informiert worden.“ Genauso sei gefragt worden, ob jemand bereit dazu wäre, die Grünflächen vor seinem Haus zu pflegen. Als Alternative wurde eben ein anthrazitfarbener Granitbruch in Aussicht gestellt.

Und der wurde nun dort umgesetzt, wo niemand bereit war, selbst Hand anzulegen. Für noch mehr Rabatte, die von der Gemeinde gepflegt werden, seien keine finanziellen Kapazitäten mehr vorhanden, so Bauer. Die Zahl derer, die die Grünflächen vorm Haus pflegen, werde geringer und auch die Ortsvorsteher könnten nicht immer und überall einspringen.

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