Bürgermeister blickt aufs "Coronajahr" in Hollabrunn. Anfang des Jahres wurde Alfred Babinsky in seinem Amt als Bürgermeister der Bezirkshauptstadt bestätigt. Für das Jubeljahr 2020 – das Jahr der Hollabrunner Postleitzahl – waren bereits mehrere Festlichkeiten geplant. Damals ahnte noch keiner, dass ein Virus einen gewaltigen Strich durch so viele Pläne machen würde.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 27. Dezember 2020 (15:47)
"Auch in schwieriger Zeit angepackt und umgesetzt", sagt Bürgermeister Alfred Babinsky.
ÖVP

„Das Virus hat leider auch das Leben in unserer Gemeinde stark eingeschränkt und belastet“, sagt Babinsky im Rahmen seines Jahresrückblicks. Doch gerade eine solche Situation zeige, wie unverzichtbar die vielen Ehrenamtlichen – in Vereinen, Organisationen oder privat – in unserer Gesellschaft sind, dankt der Stadtchef speziell diesen für den unermüdlichen Einsatz unter erschwerten Bedingungen.

Doch letztlich habe sich 2020 in Hollabrunn trotz allem sehr viel getan. Als wichtigstes Projekt nennt Babinsky die erst unlängst erfolgte Eröffnung der ausgebauten Weinviertler Schnellstraße S 3 bis Guntersdorf. „Für Hollabrunn bedeutet dieser Ausbau nicht nur eine schnellere Anbindung nach Wien und zur Grenze, auch die gesteigerte Lebensqualität der Anrainer ist ein wichtiger Faktor“, meint der Bürgermeister.  

Die Eröffnung der ausgebauten S 3, zu der auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner erschien, zählt Alfred Babinsky (2.v.l.) zu den wichtigsten Errungenschaften des Jahres 2020.
Gschwindl

Schulcampus auf den Weg gebracht

Er hebt außerdem die Abbrucharbeiten am ehemaligen Areal der Landesberufsschule hervor, die im Gemeinderat kürzlich an das heimische Bauunternehmen Brabenetz vergeben wurden. Damit werde der Weg endgültig frei, um die Umsetzung des „Schulcampus Hollabrunn“ voranzutreiben. 

Mit der Vergabe der Generalplanung und örtlichen Bauaufsicht an das Architekturbüro Maurer & Partner wurden bereits die Weichen für das Projekt gestellt, das an Stadtsaal und Sporthalle anschließt. Die Einreichplanung für den Campus mit 20 Volksschulklassen, neun Sonderschulklassen, Schulischer Nachmittagsbetreuung, Musikschule und Dreifachturnhalle wird in Kürze an den NÖ Schul- und Kindergartenfonds zur Genehmigung übermittelt.

Für das mit rund 25 Millionen Euro veranschlagte Mega-Projekt wurde ein Baubeirat konstituiert, in dem neben Schul- und Verwaltungsverantwortlichen auch Delegierte aller politischen Fraktionen vertreten sind. Die Umsetzung soll im Herbst 2021 starten. „Es wird mit einer Bauphase von rund zwei Jahren gerechnet, sodass aus heutiger Sicht eine Projektübergabe mit dem Schuljahr 2023/24 möglich erscheint“, berichtet Babinsky.

Gebühren, Hauptplatz-Fest, Bausteine und Sanierungen

Zur in der letzten Gemeinderatssitzung vorgenommenen Gebührenerhöhung merkt der Gemeindechef noch einmal an, dass „so gut wie alle Anpassungen deutlich unter der Inflationsrat für den jeweiligen Zeitraum liegen“; „dass also seit der letzten Erhöhung das allgemeine Preisniveau und damit auch die Gehaltsabschlüsse in den meisten Branchen höher ausgefallen sind als die nun vorgenommenen Anhebungen der Gebühren“. Doch es sei eben die Verantwortung zu tragen, die Errungenschaften der letzten Jahre nachhaltig abzusichern.

Als weiteres wichtiges Projekte 2020 zählt Babinsky die Sanierung der Alten Hofmühle und die Errichtung eines barrierefreien öffentlichen WCs auf, das sowohl von der Hofmühle als auch vom Motorikpark zugänglich ist. Beim zweitägigen Musiksommer im August habe man trotz der Coronasituation am Hauptplatz laue Sommerabende mit fantastischer Musik genießen können. Ein großer Erfolg war die Neuauflage des Photovoltaik-Bürgerbeteiligungsmodells. „Das Interesse war so groß, dass die 300 Bausteine zweifach überzeichnet wurden und die Zuteilung per Verlosung durch die Energie- und Umweltagentur erfolgte“, blickt der Bürgermeister zurück. „Und natürlich gab es weitere Sanierungsarbeiten, wie etwa im Kindergarten in Oberfellabrunn oder im Stadtsaal, der im neuen Glanz erstrahlt.“

Es sei also zu sehen, dass auch in schwierigen Zeiten angepackt und umgesetzt wird. Babinsky dankt diesbezüglich allen Kollegen aus dem Rathaus und dem Bauhof, allen Mitgliedern des Gemeinderats für die gutes Zusammenarbeit sowie den verschiedenen Behörden und Verantwortlichen „für das offene und zielführende Miteinander“. Mit den besten Wünschen für ein gutes, glückliches und vor allem gesundes Jahr 2021.