Heldenberg: 40 % sind zu knacken. Gemeindeführung betont Wichtigkeit dieser Infrastruktur.

Von Barbara Witzany. Erstellt am 30. Juli 2020 (03:48)
Glasfaser für Heldenberg? Die Gemeinde hofft, dass die 40-Prozent-Hürde überschritten wird.
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Haushalte und Betriebe der Gemeinde bekommen nun die Chance auf eigene Glasfaseranschlüsse. „Das wäre für uns enorm wichtig“, hoffen Bürgermeister Peter Steinbach und Vize Günther Brandstätter auf die notwendige 40-Prozent- Zustimmung unter den Haushalten. Es wurde eine umfassende Informationskampagne gestartet.

Nachdem das NÖ-Modell in vier Pilotregionen erfolgreich getestet wurde, startet nun der reguläre Ausbau. Insgesamt werden in den nächsten drei Jahren etwa 100.000 Glasfaseranschlüsse bis zu den jeweiligen Häusern errichtet. Heldenberg bekommt als eine der ersten Gemeinden Niederösterreichs die Chance, Teil dieses Netzes zu werden. Die Infrastruktur bleibt langfristig im Besitz des Landes und steht unterschiedlichen Internet-Anbietern offen. Die Kunden profitieren wiederum vom Wettbewerb.

„Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig ein einwandfrei funktionierendes Internet ist“, verweisen Steinbach und Brandstätter auf den durch das Coronavirus ausgelösten Homeoffice-Schub. „Bestimmt bieten zukünftig einige Firmen mehr Arbeitsplätze mit Homeoffice an, in manchen Bereichen hat sich das sicher bewährt“, meint Brandstätter.

Auf der Heldenberger Homepage wird für das Projekt geworben: „Glasfaserinfrastruktur ist heutzutage die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg und auch für die Attraktivität eines Wohnsitzes. Denn nur ein Glasfaseranschluss im Haus stellt sicher, dass genügend Bandbreite für aktuelle und zukünftige Internetdienste da ist.“

Es gehe um Chancengleichheit für ländliche Regionen. Die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) errichtet das offene und zukunftssichere Netz aber eben nur dann, wenn mehr als 40 Prozent in den jeweiligen Gebieten zustimmen, für die ein Ausbau vorgesehen ist. „Wenn wir die 40 Prozent überschreiten, startet der Ausbau voraussichtlich noch heuer. Gegen Jahresende könnten bereits die ersten Anschlüsse aktiviert werden“, kündigt die Gemeindespitze an.