Christian Übl ist neuer Obmann des Dachverbands Nationalparks Austria

Erstellt am 16. Mai 2022 | 18:06
Lesezeit: 3 Min
Obmannwechsel_NPA_2022
Obmannwechsel bei Nationalparks Austria: Peter Rupitsch (l.) übergibt sein Amt an den Direktor des Nationalparks Thayatal Christian Übl.
Foto: Herbert Wölger
Herausragende Naturlandschaften werden von den österreichischen Nationalparks geschützt. Koordiniert werden die gemeinsamen Aktivitäten durch den Verein Nationalparks Austria. Hier kam es zum Wechsel an der Spitze: Peter Rupitsch beendet seine Tätigkeit als Obmann; Christian Übl, Direktor des Nationalparks Thayatal, tritt in seine Fußstapfen.
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Bei der jährlichen Generalversammlung des Vereins Nationalparks Austria standen Neuwahlen auf dem Programm. Dabei wurde Christian Übl zum neuen Vereinsobmann gewählt. 

Die Aufgabe ist es, die Aktivitäten aller österreichischen Nationalparks - Donau-Auen, Gesäuse, Hohe Tauern, Kalkalpen, Neusiedler See – Seewinkel und Thayatal zu bündeln. 

Übl war bereits vor der Gründung des Nationalparks Thayatal im Jahr 1999 aktiv im Schutzgebiet engagiert und übernahm dort 2017 die Geschäftsführung. Er bildet nun gemeinsam mit Hermann Stotter, Direktor des Nationalpark Hohe Tauern - Tirol, und Herbert Wölger, Direktor des Nationalpark Gesäuse, das Präsidium des Vereins.

Sein Vorgänger Peter Rupitsch, Direktor des Nationalpark Hohe Tauern – Kärnten, hat seine aktive Rolle im Verein zwar niedergelegt, doch es bleibt die Basis, die er durch seine Expertise und langjährige Erfahrung geschaffen hat. Außerdem wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.  

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Foto: Holleis

Neuer Obmann, bewährte Ziele

Auch wenn der Obmann neu ist, das alte Ziel des Vereins Nationalparks Austria bleibt erhalten: den geteilten Interessen der österreichischen Nationalparks eine gemeinsame Stimme zu geben. Durch die Umsetzung gemeinsamer Projekte stärkt der Verein die Weiterentwicklung der Nationalparks. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht es den Nationalparks, ihre herausragende Rolle im Erhalt der Artenvielfalt gemeinsam umzusetzen.

Ein Beispiel, warum dies so wichtig ist: in der 2021 vom Umweltbundesamt veröffentlichten Studie „Wir schützen Österreichs Naturerbe“ konnte nachgewiesen werden, dass mehr als zwei Drittel der wichtigsten heimischen Artengruppen in den Nationalparks vertreten sind. Bei den Säugetier-Arten sind es 87 Prozent und bei den Brutvogel-Arten sogar 94 Prozent. Durch das Ausweisen großflächiger Schutzgebiete, in welchen die Vielfalt der österreichischen Landschaft und ihre Lebensräume erhalten bleiben, bieten die Nationalparks bedrohten Arten oft einen letzten Rückzugsort. Hier neue Impulse zu setzen, ist auch das Ziel des im September 2022 geplanten 7. Nationalparks Austria Forschungssymposium unter dem Titel „Schutzgebiete begegnen der Biodiversitätskrise“.

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