Fotografien der Pandemie auf der Retzer Insel. Die Ausstellung „Dieser Frühling gehört niemandem“ zeigt Fotografien der georgischen Künstlerin Salome Bukia in der „INSEL“ Retz.

Von Elisabeth Hess. Erstellt am 08. April 2021 (15:35)
Die Ausstellung von Salome Bukia trägt den Namen „Dieser Frühling gehört niemandem“. Diese ist vorerst im Schaufenster der "INSEL" in Retz zu sehen.
Salome Bukia

Berlin, Alexanderplatz. Dort entstand das erste Foto aus der Reihe der Pandemie-Fotografien von Salome Bukia. Die Künstlerin kann sich noch genau an diesen Tag erinnern: Es war der 11. März im vergangenen Jahr, als sie zum ersten Mal in den Nachrichten von einer Pandemie las und mit ihrer Kamera diese Zeit dokumentierte. Darauf folgen weitere Fotografien, unter anderem auch aus Retz, die ihre Gedanken zur Corona-Pandemie visualisieren.

Die Ausstellung von Salome Bukia trägt den Namen „Dieser Frühling gehört niemandem“. Diese ist vorerst im Schaufenster der "INSEL" in Retz zu sehen.
Usercontent, Salome Bukia

„Wenn ich draußen einen Spaziergang mache, sehe ich nicht nur blühende Bäume, sondern auch die Schatten der Bäume und Straßen, die Menschen in ihrem eigenen Haus“, sagt die Fotografin.

Für sie spiele die geografische Lage beim Fotografieren keine Rolle, „weil wir das ganze letzte Jahr überall nur ein und dieselben Gesichter der Menschen gesehen haben, nämlich Gesichter mit medizinischen Masken“.

Salome Bukia wurde 1995 in Poti, Georgien geboren. Nachdem sie Kunstgeschichte und Kunstkritik an der Schota-Rustaweli-Universität für Theater und Film in Tiflis studiert hatte, zog sie zuerst nach Berlin und lebt nun als Au-Pair-Mädchen in Retz. So nahmen die Dinge ihren Lauf, bis sie schließlich vom Kurator der „INSEL“, Wolfgang Seierl, eingeladen wurde, um dort ihre Werke auszustellen.

Ab 10. April werden die Fotos der Ausstellung „Dieser Frühling gehört niemandem“ vorerst im Schaufenster der „INSEL“ präsentiert. Nach dem Lockdown ist die Ausstellung unter Einhaltung der Covid-19-Maßnahmen geöffnet.