Thema Hundezone: „Eine Verhöhnung“. Bauer will nicht hinnehmen, dass sich Gemeinde nicht um die Zone kümmert. VP-Riepl: „Muss im Rahmen bleiben.“

Von Sandra Frank. Erstellt am 21. September 2016 (04:25)
NOEN, Fotomontage: Karasek
Sascha Bauer ärgerte sich so über die Aussagen von Karl Riepl, dass er eine Fotomontage anfertigen ließ, um dem Stadtrat zu veranschaulichen, wie breit die Einfahrt zum Hundeplatz ist.

„Ich bin furchtbar erbost, dass er die Leute für so dumm verkauft“, ärgert sich Gemeinderat Sascha Bauer (Liste Scharinger) über die Aussagen von Stadtrat Karl Riepl (ÖVP) zur Hundezone in Hollabrunn.

„Es geht ja nicht nur um die Breite“

Wie die NÖN berichtete, haben sich die Hundehalter in Eigenregie ein Carport aufgestellt, um vor Sonne und Regen geschützt zu sein. Gras, das von der Gemeinde regelmäßig gemäht werden soll, ist ein Wunsch, den die Hundebesitzer gern erfüllt hätten.

Das sei schwierig, sagte Riepl. Man könne nicht mehr gut zufahren, außerdem sei alles eine Frage des Budgets. „Allein das ist eine Verhöhnung der Menschen, die in ihrer Freizeit das Fundament geschaufelt und den Carport aufgestellt haben“, so Bauer.

Dass man nicht mehr mit großen Gerätschaften zufahren könne, regt den Fitnessstudio-Besitzer ebenfalls auf. „Es gibt nach wie vor ein zweiflügeliges, vier Meter breites Tor. Da kann er mit seiner ganzen Flotte der Charly-go-Wagerl nebeneinander durchfahren!“

Über dieses Bild schmunzelt der Stadtrat: „Es geht ja nicht nur um die Breite, sondern auch um die Beschaffenheit des Untergrunds.“ Außerdem müsse nicht nur Gras angebaut werden. Die Anlage müsse dann auch instand gehalten werden. Gerade in Jahren wie diesen, mit viel Niederschlag sei das nicht so einfach.

„Sackerl fürs Gackerl“: „Schön, bringt aber nichts“

„Ich bin wirklich enttäuscht, weil ich gedacht habe, dass Karl einer der aktivsten Stadträte ist“, meint Bauer. Für ihn, wie auch die Hundebesitzer, sei nun klar, „dass nicht viel passieren wird und alles weiterhin von der Tatkraft der Nutzer abhängig ist“.

„Wir sind gerade dabei, das Budget zu erstellen. Ich kann noch nicht sagen, wie viel Geld für die Hundezone da sein wird“, betont Riepl, dass die Hundezone in der nächsten Klubsitzung Thema sein wird. „Sicher geht mehr, aber es muss alles im Rahmen bleiben.“

Dass Riepl und Bauhofchef Thomas Bauer „Sackerl fürs Gackerl“ im Auto hätten, um den Automaten nachzufüllen, bringt Hundebesitzer Bauer zum Lachen: „Schön, dass sie welche im Auto haben. Bringt aber nichts, wenn die beiden nicht zur Hundezone kommen ...“

„Das ist eine Sisyphus-Arbeit“, seufzt Riepl. „Wenn wir die Automaten heute nachfüllen, sind sie morgen wieder leer. So viele Häuferl können die Hunde gar nicht machen ...“ Er werde aber persönlich dafür sorgen, dass Gemeinderat Bauer „Sackerl fürs Gackerl“ erhält, um den Automaten selbst nachfüllen zu können.