Maresch baut aus – aber Lkw sollen weg. Eine weitere Flächenwidmung der Holzindustrie sorgte für Debatten. Eine Lösung für die wartenden Lkw muss her.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 29. März 2019 (06:03)
Franz Enzmann
Für den Baueiner drittenFertigungsstraße widmete derGemeinderateine weitereFläche von „Grünland“ in „Bauland “ um. Die vielen Lkw, die in der Nacht auf Gemeindestraßen parken, stören die Mandatare jedoch.

Bereits im Oktober stand die Erweiterung der Firma Maresch auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Eine Flächenwidmung von „Grünland“ in „Bauland Betriebsgebiet“ war für den Ausbau der dritten Fertigungsstraße notwendig. Nun wurde um die Umwidmung weiterer Flächen angesucht.

Parkverbot in Industriestraße angedacht

„Es ist gut, dass es so einen Betrieb bei uns gibt. Aber die Belastung für die Bevölkerung darf nicht steigen“, spielte „Wir für Retz“-Stadtrat Günther Hofer auf die steigende Anzahl an Lkw an, die nachts auf den Gemeindestraßen parken. Hier sei für die Firma die Auflage geplant, im Zuge der Betriebsanlagengenehmigung Lösungen für den steigenden Verkehr vorzuschlagen, erklärte ÖVP-Stadtrat Roman Langer. Auch ein Parkverbot in der Industriestraße sei angedacht, da die Lkw schon jetzt Schäden am Bankett anrichten würden.

„Ich denke auch an die Arbeitnehmer. Wo sollen die ihre Notdurft verrichten, wenn sie nachts entlang der Straße parken?“, sieht „Wir für Retz“-Gemeinderat Walter Fallheier ein Problem, das die Firma an die Gemeinde abschiebe.

„Unabhängig von diesem Betriebsausbau: Jetzt erlebe ich die dritte Sitzung in Folge, in der wir bereitwillig umwidmen, ohne Rückwidmungen auch nur anzudenken“, erinnert Grünen-Gemeinderätin Laura Walzer an den Klimawandel und appelliert, weitere Bodenversiegelung zu stoppen.

Der Umwidmung wurde sodann mit Gegenstimmen der Grünen-Mandatare Laura Walzer und Martin Pichelhofer sowie einer Enthaltung von Walter Fallheier zugestimmt.