Fahndorfer holte mit Web-App den Constantinus Award

Erstellt am 27. Juni 2022 | 05:54
Lesezeit: 3 Min
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Bester App-Entwickler: Paul Dyrek, Inhaber der Werbeagentur „DeineSeite“ aus Fahndorf.
Foto: Sylvia Stark
Paul Dyrek ging mit seiner Agentur „DeineSeite“ als Sieger beim „Constantinus Award“ hervor – und hat auch im Ort viel vor.
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Vor eineinhalb Jahren zog der gebürtige Wiener Paul Dyrek nach Fahndorf. Nun lässt der unermüdliche Unternehmer mit einer Erfolgsmeldung aufhorchen. Für die Entwicklung einer Web-App für eine Glaserei (deinGlas.at) siegte er beim „Constantinus Award“ im Bereich der Informationstechnologie. Hier wurden die besten Projekte Österreichs prämiert.

NÖN: Was war das für ein Gefühl, bei der Gala in den Wiener Sofiensälen den Award entgegenzunehmen?

Dyrek: Wir haben fast damit gerechnet. Unser Projekt war etwas Besonderes. Mein Team hat dafür in Summe eineinhalb Jahre gearbeitet.

Was für Fähigkeiten muss man mitbringen, um in der App-Entwicklung zu arbeiten?

Dyrek: Zuerst einmal Kreativität und man muss immer ums Eck denken, weil jedes Projekt anders ist und man die Sachen immer neu entwickeln muss.

Was werden ihre nächsten Projekte sein?

Dyrek: Wir arbeiten zurzeit an 40 Projekten. Wir starten bald mit einem eigenen Wettbewerb für eine „Outdoorsport-App“. Wenn jemand eine Idee für solch eine App hat, kann sich jeder bei uns melden.

Was fasziniert Sie an der App-Entwicklung?

Dyrek: Man ist ständig mit Neuem bezüglich des Entwicklungsstandes in der IT-Branche konfrontiert. Die Arbeit ist komplex und umfangreich und man braucht viel Geduld. Bis eine App fertig ist, dauert es manchmal zwei bis drei Jahre, aber es ist extrem spannend.

Haben Sie eine einschlägige Ausbildung?

Dyrek: Nein, ich bin 1982 geboren. Zu meiner Zeit gab es noch kein spezielles Studium dafür. Ich habe unter anderem Astrophysik, Sport- und Handelswissenschaften studiert. Ende der 90er begann ich mit Grafikdesign und Anfang der 2000er Jahre erstellte ich die ersten Seiten.

Wie lebt es sich in Fahndorf, wo es schon öfter Klagen wegen des mangelnden Handyempfangs gab?

Dyrek: Ich schätze die Ruhe in Fahndorf, die Natur und den Garten, wo ich arbeiten kann. Telefonieren kann ich über Wlan.

Sie wollen in Fahndorf eine innovative Landwirtschaft aufbauen, in der sie die Verbraucher miteinbeziehen. Wie soll das ausschauen?

Dyrek: Ich will zum Beispiel alte Apfelsorten anbauen. Die Leute können Patenschaften für die Apfelbäume übernehmen und die Früchte gehören ihnen. Wegen des Klimawandels werden wir auch Indianerbananen und Granatäpfel pflanzen. Mit Kollegen und Freunden sind wir gerade dabei, die Ackerflächen in Fahndorf und Umgebung anzukaufen.

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