Im Bezirk Hollabrunn in 60 Minuten gefirmt. Dort, wo es mehr Kinder gibt, werden die Gruppen geteilt. Manche haben Termine wie schon 2020 verschoben.

Von Belinda Krottendorfer, Günter Rapp, Franz Enzmann und Romana Schuler. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:54)
Jerome Ciceau hofft auf Feiern im Freien.
NÖN, NÖN

Der 5. Juni ist in der Pfarre Hollabrunn der Tag der Firmung. Die Firmlinge werden in zwei Gruppen aufgeteilt, der Zeitplan ist streng: 45 bis 60 Minuten werden die Wortgottesdienste dauern. Nur Angehörige der Firmkandidaten dürfen dabei sein. „Die Empfehlung zu einer solchen Feierform hat das Ordinariat der Erzdiözese Wien herausgegeben“, erklärt Pfarrvikar Moritz Schönauer, der für die Firmungen zuständig ist. Seit Ostern gab‘s in der Hollabrunner Pfarre Vorbereitungsstunden nur online, das änderte sich mit dem Ende des Lockdowns.

Die Konfirmation der evangelischen Kirche Hollabrunn findet normalerweise zu Pfingsten statt. Wegen Corona wird diese – wie bereits letztes Jahr – auf Ende Oktober verschoben. „Letztes Jahr haben wir die Gruppen auch noch geteilt und es gab eine zahlenmäßige Beschränkung und Maskenpflicht“, erklärt Pfarrer Christian Brost.

Obwohl alles anders ist: Die Firmlinge der Pfarre Haugsdorf halfen bei den Gottesdiensten während der Karwoche und Ostern mit, informiert Pfarrer Placidus Leeb. Gefirmt wird am 20. Juni in Mailberg. Zur Erstkommunion treten 32 Kinder bei drei Terminen an. „In Pfaffendorf werden wir mehrere Gottesdienste anbieten, da haben wir 16 Kinder“, spricht Leeb davon, dass die Kirche mit den Familienmitgliedern bald voll sei.

Pfarrmoderator Jerome Ciceau will Erstkommunion und Firmung in seinen Pfarren Zellerndorf und Pulkau im Freien abhalten. „Bei Schlechtwetter werden die Kinder einzeln in die Kirche gebeten, fünf Familienmitglieder dürfen mit ihnen mitkommen“, so der Plan B des Geistlichen.

Die Erstkommunionskinder der Pfarre Ravelsbach waren bisher nur bei der Anmeldung persönlich am Pfarramt, Gruppentreffen gingen online über die Bühne. „Die Kinder haben von uns Hausaufgaben bekommen, um sich auf die Erstkommunion vorbereiten zu können“, sagt der Ravelsbacher Pastoralassistent Martin Wieser. „Die sonst üblichen Gruppentreffen sind auch nicht so wichtig, sondern die Vorbereitung der Kinder im Elternhaus.“ Bei der Liturgie dabei sein, mitbeten, mitsingen – das sei primär wichtig. Ebenso verhält es sich mit den Firmvorbereitungen in der Pfarre Ravelsbach: Diese sind für den 26. Juni in Radlbrunn geplant.

Die Pfarren Hohenwarth, Mühlbach und Zemling werden ihre Erstkommunionkinder am 13. Juni im Schlosspark zu Mühlbach feiern. „Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird es zwei Messen geben“, sagt Pfarrer Jerome Ambarusi. Die Erstkommunionkinder in den Pfarren Maissau, Limberg und Eggendorf am Walde dürfen den Leib des Herrn erst am 5. September erstmals empfangen – in der Stadtpfarrkirche Maissau.

In der Pfarre Ziersdorf wurde die Erstkommunion auf frühestens Ende August verschoben. Die Firmlinge aus dem Vorjahr sollen laut Pfarrer Andreas Kalita Anfang Juni gefirmt werden; die heurigen Jahrgänge kommen 2022 dran. In Sitzendorf wurde die Erstkommunion auf September verschoben, gefirmt wird am 5. Juni.

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