Ein ganzer Park für Skulpturen. Künstler Jürgen Engelmayr hatte eine Vision. Diese wurde nun real, der außergewöhnliche Skulpturenpark in Roseldorf ist eröffnet.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 20. August 2019 (16:28)

Jürgen Engelmayr hatte die Idee, auf einem verwahrlosten Gemeindegrundstück gegenüber des Roseldorfer Friedshofs, einen Skulpturengarten zu errichten. Wie dieser aussehen sollte, konnten sich viele Einwohner der kleinen Weinbaugemeinde vorerst nicht vorstellen.

Doch in weniger als einem Jahr entstand eine öffentliche Parkanlage, die mehr weit ist: Es gibt Kräuterhochbeete, eine Leseecke, Sitzflächen zum Ausruhen, Insektenhotels, Blumen und Sträucher sowie Engelmayrs Skulpturen und Kunstwerke. All das ließ eine außergewöhnliche Oase entstehen.

Beim Eröffnungsfest konnte Moderator Andreas Blümel den ehemaligen Landeshauptmann Erwin Pröll und seine Ehefrau Sissi, Nationalratsabgeordnete Eva-Maria Himmelbauer, die frühere Abgeordneten Marianne Lembacher und Hannes Bauer, Vizebürgermeister Florian Hinteregger, die Firmenchefs Raimund Hengl sowie Siegfried Tutschek willkommen heißen.

Künstler lassen sich im Schmidatal nieder

In seiner kurzen Begrüßung ging Pröll auf die Bedeutung von Kunst und Kultur im ländlichen Raum ein. „Ich freu‘ mich, dass sich viele Künstler im Schmidatal niederlassen.“ Als er mit dem Rad durch Roseldorf fuhr, sah er diesen einmaligen Kunstpark und radelte weiter zum Biotop. „Hier treffen Natur und Kunst zusammen“, meint der ehemalige Landeschef.

„Erfreulicher Anblick“ in der Ortschaft 

Hinteregger schildert die Entstehungsgeschichte, wie der Gemeinderat das Grundstück an den Künstler verpachtete. „Es ist ein erfreulicher Anblick, wenn man die Ortschaft besucht. Unsere Gemeinde Sitzendorf ist eine Zuzugskommune und keine Abwanderungsgemeinde.“

Zwischendurch sorgte der Pianist Valerio Leocata mit seinen klassischen Musikstücken für eine angenehme Stimmung unter den hunderten Besuchern.

Grazer ersteigert Gemälde um 900 Euro

Hengl sprach von einer gelungenen Kooperation von Firmen mit einem innovativen Künstler. Nach der Eröffnung präsentierte Sissi Pröll als Präsidenten des Vereins „Hilfe im eigenen Land“ die Ziele des gemeinnützigen Vereines: „Rund 600.000 Euro werden jährlich notleidenden Personen oder Familie zur Verfügung gestellt“, betont sie und dankte für die Versteigerung eines Kunstwerkes. Das Gemälde wurde von dem Grazer Peter Györfy um 900 Euro ersteigert.

Nach dem Festakt verwöhnten die „Keltenwinzer“ die Gäste mit ihren Produkten. Eine Liveband ließ diesen Abend angenehm ausklingen.