Eine lange Nacht am Pilgerweg. Caritas, Klimamodellregion und Pfarrverband Retz beteiligten sich an großer Kirchenaktion.

Von Sarah Marie Piskur. Erstellt am 08. Juni 2021 (07:32)

Ende Mai fand in ganz Österreich die Lange Nacht der Kirchen statt. Unterschiedlichste Organisationen schlossen sich mit den Pfarren zusammen, um ein vielfältiges, großteils digitales Programm zu bieten. So auch im Retzer Land.

Unter anderem gestaltete die Caritas mit dem Klemens-Maria-Hofbauer-Pilgerweg eine Tour durch Niederösterreich. Dabei wurden die unterschiedlichen Stationen des zwei Länder und drei Diözesen umfassenden Weges vorgestellt. Start war – aufgrund der Corona-Situation – nicht im tschechischen Tasswitz, dem eigentlichen Ausgangspunkt, sondern in Retz.

Zwei Premieren an einem Abend

Abwechselnd konnten die Teams via Zoom in Live-Schaltung gehen und so von unterschiedlichen Orten das Programm streamen. Der Weg führte über Zellerndorf, Röschitz, Stockerau, Höflein an der Donau und Klosterneuburg bis nach Maria am Gestade.

Ab 22 Uhr wurde das Programm rein digital gestaltet. Die Station in Retz wurde an diesem Abend gemeinsam von Caritas, Unser Klima Retzer Land und dem Pfarrverband Retz gestaltet. Dort gab es neben der Vorstellung des Pilgerweges gleich zwei Premieren zu feiern. Es war die erste Kooperation der Organisationen, die Klimaschutz und Kirche miteinander vereinen wollen, sowie die erste öffentliche Veranstaltung im neu renovierten Retzer Schüttkasten.

Podiumsgespräch: Was macht die Klimakrise mit mir?

„Es gibt unglaublich viel zu gewinnen, aber wir dürfen nicht die falsche Diskussion über individuelle Lebensstile führen, sondern von Politik und Wirtschaft die richtigen Rahmenbedingungen für den Einstieg in die Klimaneutralität einfordern!“, heißt es in einer Aussendung von Unser Klima Retzer Land.

Bei einem Podiumsgespräch im Schüttkasten ging es um drei große Fragen: Was macht die Klimakrise mit mir? Bedeutet die Klimakrise Verzicht? Was mache ich aus der Klimakrise? Darüber diskutierten Sybille Chiari, Expertin für Klimakommunikation, der theologische Referent des Umweltbüros der Erzdiözese Wien, Michael Gaßmann, der junge und engagierte Klima-Volunteer Samuel Lechner sowie der Leiter der Klimamodellregion Retzer Land, Gregor Danzinger. Moderiert wurde der Abend von Stefanie Leitner.

Den Abschluss in Retz bildete schließlich ein Abendgebet mit musikalischer Gestaltung. So wie bei den anderen Stationen der Langen Nacht der Kirchen musste die Veranstaltung hier aufgrund der Corona-Bestimmungen ebenfalls um 22 Uhr enden.