Hollabrunner Christbaum auf Wanderschaft. Anrainer griffen in der Winiwarterstraße zur optischen Selbsthilfe. Doch das geschah nicht ohne Hindernisse.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. Januar 2019 (03:50)
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Sangen am Gehsteig: Leopold, Stefan und Heidi Grusch, Josef Kaltenböck, Silvia und Günter Schwarz, Renate Sainitzer, Maria Kaltenböck und Erwin Sainitzer.

Er war da; er war weg; er war da; er war weg. Der Weihnachtsbaum am Gehsteig in der Winiwarterstraße. Doch was hatte es damit auf sich?

Im Herbst wurden schadhafte Bäume entlang der Straße geschlägert. Anrainer bedauern die vorerst trostlose Leere. Renate und Erwin Sainitzer wollten zumindest für die Weihnachtszeit einen Lichtblick setzen, platzierten einen Weihnachtsbaum im vorbereiteten Gehsteigloch.

Am 27. Dezember entfernten Arbeiter den Baum; weil er auf Gemeindegrund stand, so die Auskunft. Doch die Sainitzers ließen nicht locker, der Baum wurde zurückgebracht. Nach diesem „Weihnachtswunder“ konnten sich die Anrainer nur wundern, denn in der Nacht auf den 28. Dezember war der Baum wieder weg. Gestohlen.

Sainitzers, beharrlich, stellten einen neuen Weihnachtsbaum auf und drückten ihre Freude mit Freunden aus – „Stille Nacht“ singend, nächtens bei Schnellfall auf der Winiwarter straße. In die Freude mischte sich die Hoffnung, dass der einsichtige Dieb den gestohlenen Baum zurückbringt. Es wäre das zweite Weihnachtswunder.