Wasser als Sensation: Hollabrunnerin hilft in Mombasa. Christine Sailer-Weber hat im zehnten Jahr ihrer Hilfstätigkeit ein neues Projekt realisiert.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 13. Dezember 2019 (05:26)
Ugali und Sukum, Maisbrei und spinatähnliches Grüngemüse, zählen zuden Leibgerichten, die Christine Sailer-Weber den Kindern in Mombasa zur Verfügung stellt.
privat

Wasser marsch! Glücklich und stolz berichtet Christine Sailer-Weber von ihrem jüngsten Projekt in der kenianischen Großstadt Mombasa, das für große Aufregung sorgt. In der Nyota Ing‘arayo School gibt es seit wenigen Tage fließendes Wasser.

„Es ist kein Brunnenaufbau im üblichen Sinne, weil das Wasser ja an verschiedenen Stellen gebraucht wird“, berichtet die Hollabrunnerin. So wird das kostbare Nass in einen Tank gepumpt und dann über Leitungen in die Küche, zu den Toiletten, zur Wasserstelle im Innenhof etc. verteilt. Ob es Trinkwasserqualität hat, sei noch zu testen.

„Die Wassergrabung war die Sensation schlechthin“

„Notfalls wird es behandelt und trinkbar gemacht. Leicht salzig schmeckt es ohnehin, da das Meer nicht weit entfernt ist“, schildert die Entwicklungshelferin. Ihre Tage seien ausgefüllt, „manchmal wirklich zwölf Stunden“.

Das Unterrichtsjahr in Kenia endete bereits Ende Oktober. Doch aufgrund der Arbeiten, zum Beispiel auch zur Renovierung der Klassenräume, kommen immer wieder Kinder und Lehrer zur Schule, um zu sehen, was los ist. „Die Wassergrabung war die Sensation schlechthin. Das bedeutet so viel für die Menschen hier“, weiß die Hollabrunnerin, die zudem für zwei Kinder in höheren Schulen alle Vorbereitungen fürs neue Schuljahr getroffen hat, das im Jänner beginnt.

Die letzten Tage in Mombasa verbrachte sie mit Familienbesuchen, Netzwerken und Treffen mit Freunden. „Anfang September habe ich nicht daran gedacht, einen Brunnen in Kenia graben zu lassen. Das Leben ist wunderbar und voller Überraschungen. Ich wünsche mir nichts zu Weihnachten, ich bekomme hier alles.“

2020 werden es nun zehn Jahre sein, in denen sich das Leben von Christine Sailer-Weber durch ihre Hilfstätigkeit in Mombasa grundlegend geändert hat.

Infos zur Unterstützung des nachhaltigen Projekts gibt es auf www.bombolulu.at!