Ortsvorsteher bei Jagd von Böller verletzt. Am Samstagvormittag ereignete sich bei einer Wildschweinjagd in Enzersdorf im Thale ein Jagdunfall.

Von Sandra Frank. Erstellt am 14. August 2017 (10:54)
Symbolbild

Nach ersten Meldungen wollte ein 62-Jähriger mit Böllern die Tiere aufschrecken, der Feuerwerkskörper entzündete sich aber in seiner Hand.

Die NÖN fragte bei Ortsvorsteher Johann Suttner nach, ob er über diesen Unfall Bescheid wisse und erhielt eine überraschende Antwort: „Ja, ich bin der Betroffene.“

„Im ersten Moment hat’s nicht besonders gut ausgeschaut“

Suttner befindet sich aktuell im Korneuburger Krankenhaus: „Es geht mir soweit gut. An mir ist noch alles dran“, kann er schon wieder lachen.  „Ich hatte noch alte Kracher und hab‘ mir gedacht, ich schmeiß die da rein“, wollte er die Wildschweine aufjagen.

NÖN
Ortsvorsteher Johann Suttner

Beim letzten Böller sei es dann passiert: „Das Feuerzeug hat die ganze Zeit schon nicht g’scheit gezündet.“ 

Darum habe er sich auf das Feuerzeug konzentriert, nicht so sehr auf den Kracher in seiner Hand. „Ich habe versucht, weiter zu zünden, weil ich nicht bemerkt habe, dass die Zündschnur schon brennt.“

Als er den weißen Rauch bemerkte, wollte er den Böller noch loswerden, aber zu spät. „Im ersten Moment hat’s nicht besonders gut ausgeschaut“, erzählt Suttner. Aber: „Es sind nur die Fingerkuppen und Nägel betroffen“, ist er erleichtert, dass nicht mehr passiert ist. „Ich bin noch zum Auto gegangen und dann hat mich die Rettung ins Korneuburger Krankenhaus gebracht.“

Der Ortsvorsteher nimmt an, dass er bis Mitte der Woche dort  bleiben muss. „Ich muss die Hand hochlagern und bekomme dreimal täglich Antibiotika.“