Erasim (SPÖ) hält CO2-Steuer für ungerecht. Klimawandel soll nicht zur sozialen Frage werden. Dafür müsse die Politik die Rahmenbedingungen schaffen, meint SPÖ-Nationalratsabgeordnete Melanie Erasim beim Pressegespräch.

Von Hans Radl. Erstellt am 17. September 2019 (11:01)
Hans Radl
Werben für ihre SPÖ-Themen in Hollabrunn: Melanie Erasim und Stefan Hinterberger.

„Bevor wir jeden Einzelnen dafür verantwortlich machen, dass er sich kein eigenes E-Auto leisten kann, müssen wir die Rahmenbedingungen schaffen, dass Klimawandel nicht zur sozialen Frage wird“, ist SPÖ-Nationalratsabgeordnete Melanie Erasim überzeugt. Die Weinviertler Wahlkreis-Spitzenkandidatin hält eine reine CO2-Steuer für ungerecht: „Wir müssen ganzheitlich ansetzen, langfristig investieren und vor allem Menschen mit begrenzteren Mitteln unterstützen, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.“ 

Forderungen von Erasim an die künftige Regierung: ein zeitnaher Ausbau der Nordwestbahn und die Sicherstellung der Pünktlichkeit; innovative Gestaltung und Lösungen für die „letzte Meile“ von zu Hause zur Bahn sowie eine leistbare Lösung zur Entlastung der Pendler.

„Wenn das Parken am Flughafen mehr kostet als ein Flugticket, dann rennt etwas schief“, meint die Parlamentarierin. Ein Vorschlag der SPÖ wäre das „1 – 2 – 3 Ticket“: einen Euro im Jahr für den öffentlichen Verkehr in einem Bundesland, zwei Euro für drei Bundesländer und drei für ganz Österreich. „Derzeit kostet es die Pendler von und nach Wien 1.540 Euro mit Vorteilscard, ohne Wiener Kernzone. Mit unserem Vorschlag, den wir mit einer Regierungsverantwortung umsetzen wollen, wären es 720 Euro.“