Gar nicht so schlimm wie befürchtet. Rekordjahr 2013 ist unerreichbar, in Hollabrunn klingt der Freibad-Chef fast schon erleichtert.

Von Christoph Reiterer und Karin Widhalm. Erstellt am 27. August 2014 (07:02)
NOEN, Hochmayer
Jeweils 27 Badetage – so die Bilanz der Sommermonate Juni & Juli. Auf so tolles Badewetter, wie hier bei der Bädertour im Hollabrunner Freibad, warteten Wasserratten zuletzt meist vergebens. Foto: Hochmayer
Der Sommer hat sich früher verabschiedet, als es vielen lieb war. Das trifft auch auf die Freibad-Betreiber zu. „Gehofft haben wir, aber es schaut nicht so aus, als ob es noch einmal so richtig schön wird“, meint Karl Schörg, Sport- und Freizeit-Chef in der Stadtgemeinde Hollabrunn.

Rückgang „nur“ bei 25 Prozent

Doch obwohl der zuständige Stadtrat Wolfgang Scharinger bereits die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, wenn er an die heurige Stadtbad-Bilanz denkt, findet Schörg sogar positive Worte. Denn: Nach dem Rekordjahr 2013 betrage der Rückgang heuer lediglich 25 Prozent. Und das sei weniger, als er befürchtet hatte. „Wir waren im Urlaub im Kärnten. Dort reden alle von 50 Prozent …“

Immerhin: Der Juni und der Juli haben mit 4.182 bzw. mit 4.033 Badegästen jeweils 27 Badetage gebracht. Im Mai waren es 15 Badetage und 729 Gäste. Die August-Bilanz dürfte nach erstem Gefühl eher dürftig werden.

Aber auch wenn die Temperaturen eher zu Indoor-Aktivitäten einladen, hat das Hollabrunner Freibad am Vormittag (9 bis 10.30 Uhr) und am Nachmittag (16.30 bis 18 Uhr) jeweils eineinhalb Stunden geöffnet. Für die Abgehärteten und die Trainierer. Kann man die an einer Hand abzählen? „Zwei Hände braucht man schon“, schmunzelt Schörg.

Offizieller Badeschluss ist jedenfalls wieder der erste Sonntag im September – diesmal also der 7. September.

„Gegen das Wetter können wir alle nichts tun“

In Retz spricht Bademeister Herbert Presler nach 55 Badetagen von einem 20-prozentigen Einnahmenschwund. Manche Saisonkartenbesitzer und die Schwimmer würden den niedrigeren Temperaturen am ehesten trotzen.

In Haugsdorf blieb die Zahl der verkauften Saisonkarten konstant, Tageskarten wurden deutlich weniger verkauft als im Vorjahr. Natürlich sei es auch zu spüren, dass die Zahl der privaten Pools stetig zunimmt, spricht Amtsleiterin Brigitta Lutzer einen weiteren Aspekt an, der die Freibad-Statistik merklich beeinflusst.

Im Seefeld-Kadolzer Freibad, wo der Beachvolleyballplatz saniert wurde, ging der Besuch gegenüber dem Vorjahr nach Auskunft von Amtsleiterin Regina Bauer um ein Drittel zurück.

Auch Walter Wagesreiter von der Stadtgemeinde Pulkau bestätigt einen merkbaren Rückgang zum Vorjahr. „Gegen das Wetter können wir alle nichts tun, das gehört einfach dazu“, nimmt es Hardeggs Amtsleiterin Margit Müllner sportlich. „Wir schauen, dass wir das Bad aufrecht halten können, weil’s schade drum wäre. Wir haben ein eher ruhiges Bad, das geschätzt wird – auch von sehr vielen aus Retz.“ Auf das Stammpublikum sei Verlass.