Hollabrunner Wald-Stadträtin ruft zu Vorsicht auf. Die Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn hat mit Beginn der Karwoche eine Waldbrandverordnung kundgemacht. In den Waldgebieten des Bezirks Hollabrunn sowie in deren Gefährdungsbereichen sind jegliches Feuerentzünden und Rauchen verboten. Übertretungen werden mit Geldstrafen bis zu 7.270 Euro bestraft. Auch die für den Wald zuständige Hollabrunner Stadträtin Sabine Fasching mahnt.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 08. April 2020 (19:03)
Sabine Fasching appelliert, bei Spaziergängen im Wald sehr vorsichtig zu sein.
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„Ein kleiner Funke genügt, um in unserem beliebten Naherholungsgebiet eine Katastrophe auslösen“, ruft die Grünen-Mandatarin die Bevölkerung zu besonderer Achtsamkeit auf: „Aufgrund der anhaltenden Trockenheit ist die Gefahr eines Waldbrandes derzeit extrem hoch, weshalb bei Spaziergängen im Hollabrunner Wald absolute Vorsicht geboten ist.“

Für die Jahreszeit sonst unüblich, herrscht in der Region schon jetzt die höchste Gefährdungsstufe. Die Feuerwehren mussten in Niederösterreich in den letzten Tagen vermehrt eine Serie an Bränden bekämpfen. „Ein Ende der Trockenperiode ist leider nicht in Sicht, also ist es umso wichtiger, entsprechend aufzupassen“, appelliert Fasching und meint: „Gerade in der jetzigen Situation können wir uns glücklicher denn je schätzen, den Hollabrunner Wald als Naturraum vor unserer Haustüre zu haben und dieser sollte uns erhalten bleiben.“

"In den Waldbeständen des Verwaltungsbezirkes Hollabrunn ist aufgrund fehlender Niederschläge eine sehr starke Austrocknung, insbesondere der Streuauflagen der Waldböden eingetreten", ist der BH-Verordnung zu entnehmen. Weiters sei vielerorts leicht entzündbarer Bestandsabraum (Zweige, Äste und Wipfelstücke) vorhanden. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat für Teile des Landes, so auch für den Bezirk Hollabrunn, bereits eine hohe Waldbrandgefahr festgestellt.

Der Gefährdungsbereich sei überall dort gegeben, wo die Bodendecke oder die Windverhältnisse das Übergreifen eines Bodenfeuers oder das Übergreifen eines Feuers durch Funkenflug in den benachbarten Wald begünstigen. Es stehe jedem Waldeigentümer frei, das Verbot in geeigneter Weise ersichtlich zu machen.