Fall Kührer - Nach Festnahme keine weiteren Erkenntnisse. Der Beschuldigte im Fall Julia Kührer weise weiterhin alle Anschuldigungen von sich, sagte Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, am Montag

Erstellt am 10. Dezember 2012 (19:00)
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Demnach wurde der 51-Jährige, über den am Freitagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft die U-Haft verhängt worden war, am Wochenende nicht einvernommen. Befragungen können laut Köhl durch den Staatsanwalt, Haftrichter und die Polizei erfolgen.

Der Anwalt des Verdächtigen habe 14 Tage Zeit für die angekündigte Beschwerde beim Oberlandesgericht Wien, so Köhl. Diese wurde noch nicht eingebracht: "Wir prüfen das gerade", sagte Rechtsanwalt Farid Rifaat.

Der Beschuldigte Michael K. war bereits Ende Juni 2011 nach dem Auffinden der Überreste des seit fünf Jahren vermissten Mädchens in einem Erdkeller auf seinem Grundstück im Weinviertel ins Visier der Ermittler geraten. Vergangenen Mittwoch wurde er neuerlich festgenommen. Zuvor war in einer aufwendigen Analyse eine DNA-Spur auf einer Decke sichergestellt worden, in die die Leiche der 16-Jährigen eingewickelt war. "15 von 16 Merkmalspuren stimmten mit dem Profil des Verdächtigen überein", sagte Ernst Geiger, Ermittlungsleiter im Bundeskriminalamt (BK), am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Damit gebe es einen ersten Sachbeweis.