Wassernot im Bezirk Hollabrunn ist großes Thema. Die extreme Trockenheit ist die größte Sorge der Landwirte und Winzer.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 01. April 2019 (07:23)

Die ersten Feld- und Weinbautage am großzügigen Betriebsgelände der Untermarkersdorfer Großweinkellerei Baumgartner übertrafen alle Erwartungen. Für die reibungslose Organisation sorgten der Landwirt und Winzer Herbert Aigner vom örtlichen Weinbauverein und die Retzbacher Winzer Annemarie und Alfred Koller, wie der frühere Agrarattaché Ernst Zimmerl in seinen Begrüßungsworten betonte. 13 Aussteller präsentierten ihre neuesten Geräte für die schonende Bearbeitung der Acker- und Weinbauflächen.

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Obmann der Bezirksbauernkammer Friedrich Schechtner.

Bauernkammerobmann Friedrich Schechtner sprach über das Frosträuchern in den Weingärten. Die geringen Niederschläge in den vergangenen zwei Jahren bereiten dem Bauernvertreter große Sorgen: „Wir dürfen nicht auf das Ergebnis von Klimakonferenz warten.“ Im Raum Retz sind beispielsweise 40 Brunnen stillgelegt, können die für die Landwirtschaft aktiviert werden? Wie schaut es mit der Wasserspeicherung aus? Diese Fragen verlangen nach einer Lösung.

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Die Organisatoren und Ehrengäste der Feld- und Weinbautage in Untermarkersdorf.

Nach der kleinen Eröffnungsfeier folgte eine praktische Vorführung der Geräte zur Bodenbearbeitung im Ackerbau, wobei großen Wert auf die schonende Behandlung gelegt wird, damit die Feuchtigkeit in der Ackererde bleibt.  Rund 400 Interessierte nahmen an der Vorführung der 40 Geräte zur Arbeit im Weingarten teil, dabei war auch die Tröpfchenbewässerung  Thema.

Am zweiten Tag der Feld- und Weinbautage standen eine Maschinenausstellung und eine Schau von Traktoroldtimern im Mittelpunkt. „Es wird auch in einigen Jahren eine Folgeveranstaltung geben“, kündigte der zufriedener Organisator Herbert Aigner an. 

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Gastgeber-Bürgermeister Karl Weber.