Retz hat „einzigartige Stellung“. Zur Eröffnung des zehnjährigen Jubiläums erwiesen NÖN-Herausgeber Prälat Josef Eichinger und Landeshauptmann Erwin Pröll der einzigartigen Kirchenoper die Ehre.

Erstellt am 09. Juli 2014 (07:01)
NOEN, Michael Böck
Eingerahmt von Bürgermeister Heilinger und Vize Burkert freuen sich Intendant Alexander Löffler und der kaufmännische Leiter des Festivals, Walther Schnopfhagen, über die Ehrung durch den Gemeinderat. Landeshauptmann Pröll gratulierte ebenfalls. Foto: Michael Böck

„Das Festival Retz nimmt im Reigen des Theaterfestes NÖ eine einzigartige Stellung ein, ist es doch der einzige Standort, der sich mit außergewöhnlichen, zuletzt mit dem NÖ Kulturpreis ausgezeichneten Leistungen der Kirchenoper widmet“, so Landeshauptmann Erwin Pröll, der zum zehnjährigen Jubiläum erstmals zu Gast war. „Das trägt wesentlich zum Abwechslungsreichtum und zur kulturellen Breite bei“, sagte Pröll bei der Eröffnung des Festivals Retz „Offene Grenzen“.

„Offene Grenzen“ am Weg in die Zukunft

Sich gerade hier „Offenen Grenzen“ zu verschreiben, davon habe man in Zeiten des Eisernen Vorhanges nicht einmal träumen können. „Am Weg in die Zukunft dürfen wir aber nicht vergessen, was sich seither am Kontinent alles bewegt hat und dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass es niemals mehr dazu kommt, wie es einmal gewesen ist“, so Pröll.

„Natürlich geht es bei Kultur in erster Linie um immaterielle Werte. Der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur als Plattform für eine reichhaltige Kulturlandschaft hat aber auch dazu geführt, dass der Kulturtourismus mit 1,5 Millionen Gästen pro Jahr mittlerweile einen unglaublichen Stellenwert einnimmt“, berichtet Pröll abschließend.

Prälat Eichinger mit persönlichen Erinnerungen

Für NÖN-Herausgeber Prälat Josef Eichinger war die anschließende Premiere von „Juditha triumphans“ in der Stadtpfarrkirche St. Stephan sicherlich auch persönlich sehr bewegend. Denn vor exakt 60 Jahren feierte Eichinger seine Primiz, also seine erste Messe als Hauptzelebrant, in Retz.

Das von Alexander Löffler geleitete Festival Retz „Offene Grenzen“ widmet sich noch bis 13. Juli unter dem Motto „Hat Krieg ein weibliches Gesicht?“ den Auswirkungen von Krieg und Repression aus spezifisch weiblicher Perspektive.

Neben zahlreichen Lesungen und Konzerten steht dabei die Kirchenoper von Antonio Vivaldi in der Regie von Monika Steiner im Zentrum. Erzählt wird die Geschichte von Judith und Holofernes noch am 10., 11. und 13. Juli, jeweils ab 20 Uhr.