Brünner Jugend besuchte Retz und Kleinhöflein. Bei Kistenklettern, Kuppelbewerb und Besichtigung des Retzer Rathausturms sowie des Kleinhöfleiner Feuerwehrhauses wuchsen die Feuerwehrjugendgruppen aus Brünn und Retz zusammen. 2020 soll es für die Retzer nach Tschechien gehen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. November 2019 (09:22)
Mitglieder Feuerwehr und Feuerwehrjugend Retz sowie der Feuerwehr Brno (Královo Pole) mit Bürgermeister Helmut Koch und Finanzstadtrat Roman Langer.
FF Retz

Was vor der Öffnung der Grenzen vor mehr als 30 Jahre denkunmöglich, war nun ein nettes Ereignis: Auf Initiative von Unterabschnittskommandant Erhard Neubauer und des Retzer FF-Chefs Markus Leidenfrost trafen sich die Feuerwehrjugend der Freiwilligen Feuerwehr Brünn (Královo Pole) und die Feuerwehrjugend Retz im Retzer Feuerwehrhaus. 

Rund 30 tschechische Gäste waren ebenso gerne gekommen wie der Retzer Abschnittsfeuerwehrkommandant Christian Lehninger. Natürlich saß man nicht untätig zusammen: Beim Kistenklettern waren Geschicklichkeit und Ausdauer gefragt. Eine Vorführung der Retzer Drehleiter führte in luftige Höhen und zeigte, wie man damit im Ernstfall eine Brandbekämpfung oder Personenrettung durchführt. Bei einem Kuppelbewerb überzeugten sich die Besucher aus dem Nachbarland von der Schnelligkeit der Retzer FF-Mitglieder. Sie holten sich Tipps und Tricks, ehe es zur Stärkung ein von der heimischen Feuerwehr zubereitetes Gulasch gab. 

Danach bestaunten die Kameraden aus Tschechien den Retzer Erlebniskeller und den Rathausturm, ehe es für sie weiter zur FF Kleinhöflein ging. Dort wurde ihnen das neue Feuerwehrhaus mit integriertem Dorfzentrum gezeigt. Die Technik der Haussteuerung und der Erdwärmeheizung mit äußerst geringen Energiekosten wurden ebenso erklärt wie die Blackout-Sicherheit durch ein 30kVA-Notstromaggregat. 

Bei Kaffee und selbstgemachten Mehlspeisen war man sich einig, dass einem Austauschtreffen im Jahr 2020 bei den tschechischen Kameraden nichts im Wege steht. „In der heutigen Zeit ist es eben wichtig, dass beide Länder, beide Kulturen und auch deren Feuerwehren sowie schon die Feuerwehrjugend in einem gemeinsamen Europa zusammenwachsen“, meinten die Organisatoren.