Junge Firma: Ein Kartenland in Ziersdorf

Roman Fischer ist mit Kartenland.at unter die Unternehmer gegangen.

Erstellt am 19. November 2021 | 05:03
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Besuch von der Wirtschaftskammer: Jungunternehmer Roman Fischer mit Reinhard Indraczek (l.) und Julius Gelles (r.).
Foto: Sylvia Stark

Seit 20 Jahren sammelt Roman Fischer historische Ansichtskarten, die mittlerweile auf 50.000 Stück angewachsen sind. Genug, um eine eigene Handelsfirma zu gründen. Am Wochenende stellte der 40-jährige Großmeiseldorfer diese im Kultur- und Kommunikationszentrum in der Wienerstraße 12 vor.

Karten, Lithographien, fast vergessene Krampuskarten, antike Geburtstags- und Weihnachtskarten, Sterbebilder – der Fundus ist riesig. Wie Fischer dazu kommt? „Ich habe zum Beispiel nächste Woche einen Besichtigungstermin nach einem Todesfall in einem Haushalt mit 60.000 Karten,“ schildert der Schmidataler. Gehandelt wird über Onlineplattformen.

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„Der Handel mit den Karten ist für mich eine Leidenschaft, die sich nicht nach Arbeit anfühlt"

Will man bei „Kartenland“ etwas erstehen, so kann man bei Fischer, der sein Gewerbe vor einem Jahr angemeldet hat, nach Thema, Ortschaften und Motiven suchen. „Der Handel mit den Karten ist für mich eine Leidenschaft, die sich nicht nach Arbeit anfühlt,“ zeigt sich der 40-Jährige glücklich, der in seinem Hauptberuf bei einem Winzer arbeitet. Übrigens: Seine älteste Postkarte, aus Breitenwaida, ist aus 1899. Eine Lithographie. Das Bemerkenswerte daran ist, dass man den Text auf die Bildseite der Karte schrieb und die Adresse auf die Rückseite.

Wer in Fischers Sammlung schmökern will, kann den Jungunternehmer auch telefonisch kontaktieren ( 0664- 163 4421). -syst-