Hollabrunner AMS blickte in die Zukunft. Das AMS Hollabrunn lud zu einem spannenden Diskussionsabend über die zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarktes.

Von Belinda Krottendorfer. Erstellt am 11. März 2019 (07:59)
Belinda Krottendorfer
Beim Netzwerkcafé (v.l.): Josef Mukstadt, Claudia Öller, Christian Kantner, Michaela Vorlaufer, Ursula Hein, Marianne Lembacher, Andreas Strobach, Bettina Heinzl, Elke Stifter, Eva-Maria Himmelbauer und Andrea Jindra.

Am diesjährigen Weltfrauentag fand das zwölfte Frauen-Netzwerkcafé unter dem Motto „Jobchancen für Frauen? Digitalisierung, Industrie 4.0 & neue Medien“ statt. Hausherr und AMS-Leiter Josef Mukstadt begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste in den Räumlichkeiten des AMS Hollabrunn, unter ihnen auch die Abgeordneten Eva-Maria Himmelbauer und Georg Ecker, Seniorenbund-Bezirkschefin Marianne Lembacher und SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende Elke Stifter, während die AMS-Mitarbeiter Claudia Öller und Andreas Strobach durch den Diskussionsabend führten.

Blick in die Zukunft: "Alexa, Licht aus!"


Als Einstieg in diese spannende Thematik stellte Andrea Jindra, Gründerin und Geschäftsführerin der Bildungsmanager KG, die Zukunftstrends am Arbeitsmarkt vor: die Bandbreite reichte hierbei von Automatisierung und Robotik über fahrerlose U-Bahn-Züge bis zu Drohnen als Zustellboten. Ebenso könne die Sprachsteuerung zukünftig in Call-Center eingesetzt werden. Andreas Stobach zeigte dem Publikum, dass „Alexa, Licht aus!” bereits bestens funktioniert.  

Soziale & technische Berufe haben Zukunftspotenzial

Jobs mit Zukunftspotenzial seien laut Jindra alle sozialen Berufe wie Kindererziehung, Altenpflege und Hochschullehre. Ebenso hoch im Kurs stehen technische Berufe, vor allem Programmierer werden am Arbeitsmarkt dringend gesucht. „Je höher der aktuelle Gehalt und die Ausbildung, desto geringer ist die Gefahr der Automatisierung“, kann Jindra als ungefähren Richtwert nennen. 

Berufe im Büro, Sekretariat und in der Buchhaltung seien besonders gefährdet. „Künstliche Intelligenz wird gravierende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben, da viele Tätigkeiten wie Dateneingabe und -analyse davon betroffen sein werden“, erklärte die Bildungsexpertin. Der Mensch werde jedoch weiter gebraucht; zwar nicht mehr in der Produktion, dafür aber in anderen Jobs, etwa bei der Wartung von Maschinen und in der Qualitätssicherung. 

Programmieren als Chance für die Frau

Michaela Vorlaufer, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Niederösterreich, sieht in der Digitalisierung eine große Chance für Frauen: „Programmieren ist keine körperlich schwere Arbeit wie auf der Baustelle, und daher für Frauen genauso geeignet wie für Männer.“

Abschließend wurde neben der Weinverkostung von Margit Zöhrer reichlich Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken unter den Gästen geboten. Das Buffet wurde vom Frauenbeschäftigungsprojekt Luna zur Verfügung gestellt, für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte die Jazzband Eggs Ray.