Göllersdorf pflanzt Bäume. Auf der Blühwiese beim Tennisplatz setzten Mitglieder von "Göllersdorf for Future", die Gemeinde sowie die Jungschar viele neue Schattenspender.

Von Christiane Fürst. Update am 04. November 2020 (06:59)

Auf einer Blühwiese neben dem Göllersdorfer Tennisplatz pflanzten Mitglieder von „Göllersdorf for Future“, die Gemeinde und die Jungschar Bäume. So soll zukünftig die Beschattung verbessert und ein „Ort der Begegnung“ geschaffen werden.

„Anfangs waren nicht alle von dem Plan begeistert – zum Beispiel wegen des zusätzlichen Laubs“, erzählt Gerti Schießwohl. Aber: „Dann habe ich gesagt, das machen wir gemeinsam und treffen uns dort zum Kaffeetrinken. Danach war meine Nachbarin gleich von der Idee überzeugt“, spricht sie von zukünftigen Vorstellungen für die Grünfläche. So sollen nicht nur Kinder am Spielplatz, sondern Leute aller Altersschichten Spaß haben können.

Anstoß für Pflanzaktion war SPÖ-Wahlversprechen

Begonnen hat alles mit einer Vorzugsstimmenaktion der SPÖ: Für jede Vorzugsstimme, die bei der Gemeinderatswahl an einen Roten vergeben wurde, sollte ein Baum gepflanzt werden. Bei der Begutachtung des Grundstücks war schnell klar, dass größere Bäume hermussten. „Die Gemeinde hat sich dann dazu bereit erklärt, die Kosten für die größeren Bäume zu übernehmen“, freut sich Schießwohl über die Hilfe.

Die Aktion passe gut zu Konzepten der Beschattung von Gemeindespielplätzen. Die Situation an den meisten beschreibt das „Göllersdorf for Future“-Mitglied so: „Im Sommer ist es viel zu heiß und es gibt viel zu wenig Schatten. Wenn wir die Bäume schon haben, müssen wir sie auch nützen.“ Bürgermeister Josef Reinwein (ÖVP) lobt die Eigeninitiative der gemeindeeigenen Klimaschützer: „Die zählt, man muss nicht immer auf die Gemeinde warten.“

Sehen, wie schnell Bäume wachsen

Neben der Gemeinde und „Göllersdorf for Future“ half auch die Jungschar beim Einsetzen der Bäume. Den Betreuern habe die Aktion sehr gefallen, weil sie zum diesjährigen Thema „Bepflanzung und Begrünung“ passe.

Schießwohl möchte den Kindern anhand der Bäume zeigen, wie schnell diese wachsen und welchen Unterschied die zwei Ahorn-Bäume und zwei Linden ausmachen. „Wenn wir nächstes Jahr wieder Bäume einpflanzen, können sie direkt sehen, wie viel innerhalb eines Jahres passiert“, stellt sie den Lerneffekt klar.

An der Pflanzaktion beteiligten sich außerdem einige Gemeinderäte: „Irgendwann wird es nicht mehr notwendig sein, irgendwo zugehörig zu sein, um zusammenzuarbeiten“, meint etwa Bürgerliste-Mandatarin Shurga Schrammel, die diese Zusammenarbeit sehr begrüßt. SPÖ-Chef Stefan Hinterberger möchte solche Projekte fördern. Besonders hebt er das Interesse der Kinder hervor: „Mich freut, dass die Kinder so mitmachen. Ich sehe es selbst bei meiner Tochter, dass sie sich schon für den Klimaschutz interessiert.“