Drei Hauben für die „Genusswirtschaft“ in Mailberg. Kleiner Ort, große Gastro. Schüller hat sich in neue Sphären gekocht.

Von Romana Schuler. Erstellt am 11. Dezember 2020 (04:46)
Freuen sich sehr über die Auszeichnung mit drei Gault&Millau-Hauben: Verena Schneider und Christoph Schüller.
Romana Schuler

„Wer bei einem Ausflug nach Mailberg auch grandios essen mag, findet hier seine Bestimmung“, ist im neu erschienenen Gault&Millau-Guide 2021 zu lesen. Mit „hier“ ist die „Genusswirtschaft“ gemeint, die nun von einem der wichtigsten Restaurantführer Österreichs mit drei Hauben ausgezeichnet wurde. „Nach diesem verrückten Jahr und dem vier Monate langen Geschlossen-Halten endlich eine tolle Nachricht“, freuen sich die Gastronomen Christoph Schüller und Verena Schneider über diese unerwartete große Anerkennung.

Insgesamt vier Hauben im kleinen Mailberg

Auch Bürgermeister Herbert Goldinger kam vorbei, um zu gratulieren. „Es ist für mich eine große Freude, den beiden zu dieser verdienten Auszeichnung zu gratulieren, wenn man bedenkt, unter welchen erschwerten Bedingungen sie heuer das Lokal führen mussten. Die Gemeinde Mailberg kann sich übrigens gleich doppelt freuen, denn das Weindomizil Hagn ist heuer erstmals mit einer Haube bedacht worden.

„Wir sehen, dass im Weinviertel in den letzten Jahren insgesamt eine Entwicklung in Richtung zur gehobenen und feinen Küche stattfindet“, resümiert Schüller. Vorläufig ist die Genusswirtschaft jedoch das einzige Lokal mit drei Hauben im Weinviertel.

Die Gäste müssen sich leider noch etwas gedulden, regulären Betrieb wird es voraussichtlich erst ab 8. Jänner geben. Was wird dann serviert? „Mal sehen, wir haben im Nachbarort Obritz eine neue Schneckenfarm, und ich bin selber neugierig, was ich damit in meiner Küche machen kann“, verrät der Chefkoch.

Bis dahin kocht er weiterhin von Freitag bis Sonntag auf Vorbestellung köstliche „Take away“-Speisen – wie immer mit saisonalen und regionalen Produkten. „Ein besonderer Dank geht an unsere heimischen Lieferanten – ohne die verlässlichen Lieferungen ihrer hervorragenden Produkte hätten wir nicht diesen Erfolg“, erklären Schüller und Schneider ihr Erfolgsrezept.