Ein Zeichen des Friedens in Haugsdorf. Die Kameraden des ÖKB Bezirk Hollabrunn gedachten in Haugsdorf den Gefallenen bei der Schlacht um Stalingrad.

Von Michael Böck. Erstellt am 25. Februar 2020 (11:41)

Eines betonten die Redner bei der Stalingradmesse des Österreichischen Kameradschaftsbunds (ÖKB) in der Haugsdorfer Pfarrkirche immer wieder: Nach einem Krieg gibt es keine Gewinner und keine Verlierer, sondern nur Leid und Zerstörung.

Aus diesem Grund müsse man den Toten beider Kriegsparteien in der Schlacht um Stalingrad (heutiges Wolgograd) gleichermaßen gedenken. Das Geschehene darf nie Vergessen werden, damit sich eine solche Tragödie nicht wiederholt und man gemeinsam in eine Zukunft des Friedens blicken kann.

Gedenken an 700.000 Gefallene des Krieges

Die Schlacht von Stalingrad forderte 1942 und Anfang 1943 über 700.000 Menschenleben auf Sowjetischer, wie auch auf deutscher Seite und deren Verbündeter und stellte damit die grausamste, und wahrscheinlich auch die bekannteste Kampfhandlung des zweiten Weltkriegs dar.

Der Bezirks-ÖKB organisiert jedes Jahr in einer anderen Gemeinde eine Gedenkmesse zur Erinnerung an die verlustreiche Schlacht. Dieses Memorandum pflegten die Kameraden vieler Ortsgruppen heuer im Beisein hoher Prominenz in der Haugsdorfer Pfarrkirche.

Auszeichnungen für verdiente Mitglieder

Zelebrant Pater Stephan Schnitzer, Kurat des ÖKB Hollabrunn, hielt mit Pfarrvikar Christoph Pfann die Festmesse. Sie fanden gemeinsam mit den weiteren Rednern, unter anderem Bürgermeister Andreas Sedlmayer oder ÖKB-Ehrenpräsident Brigadier i.R. Franz Teszar, klare Worte zur Bedeutung das Geschehene in den Köpfen wach zu halten.

Nach der Messe marschierten die Kameraden in Reih und Glied, um beim Kriegerdenkmal nochmals innezuhalten. Dort platzierten die Getreuen im Salut den Ehrenkranz zu Tönen des „Liedes vom Guten Kameraden“ sowie der österreichischen, der bundesdeutschen, der russischen und der Europahymne.

Den Abschluss fand die Feierlichkeit im Festsaal des Haugsdorfer Schüttkastens, wo verdiente Kameraden mit Auszeichnungen geehrt wurden und im Gespräch die bereits lange andauernde Freundschaft pflegten. Dazu gehörte auch das gute Essen, das Gastronom Harald Holy mit seinem Team auftischte.