Gefahr! Sperre zwischen Immendorf und Hadres. Wegen einer umgefallenen Esche ist seit dem 17. November das Waldstück auf der L 1012 zwischen Immendorf (Gemeinde Wullersdorf) und dem Gemeindegebiet Hadres gesperrt. Für erforderliche Schlägerungen wurde eine Nachfrist bis Mitte Dezember gewährt.

Von Romana Schuler. Erstellt am 04. Dezember 2020 (13:54)
Straßensperre im Wald zwischen Immendorf und Hadres/Untermarkersdorf wegen Gefahr in Verzug.
Romana Schuler

Bei einer behördlichen Begehung am 16. November wurde beim Eschenbestand entlang der Straße das sogenannte Eschentriebsterben festgestellt. Durch herabfallende Äste und umgeknickte Bäume war Gefahr im Verzug. Der Wald ist in Privatbesitz, der Eigentümer wurde  von der Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn umgehend aufgefordert, innerhalb von vier Tagen mehr als zweieinhalb Hektar Wald entlang der L 1012 zu entfernen. 

„Mir wurde mitgeteilt, dass ich innerhalb von vier Tagen auf einer Gesamtlänge von 300 Metern jeweils 30 Meter rechts und links von der Straße die Bäume zu entfernen habe,“ erzählt der Waldbesitzer aus Mold im NÖN-Gespräch. „Ich war mitten in der Maisernte und konnte dann nach der eingereichten Fristverlängerung erst am Wochenende mit zehn Helfern die kranken Eschen schlägern.“ 

Am 29. November fand erneut eine Begehung mit der Straßenmeisterei, dem Eigentümer und dem Bezirksförster statt. Dabei wurde festgestellt, dass noch einige Eschen gefällt werden müssen, weil diese, wenn sie umfallen, häufig auch andere Bäume mitreißen. Dem Waldbesitzer wurde von der Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn eine Nachfrist bis 15. Dezember gewährt.

Pendler murren wegen großem Umweg

„Sollte bei der abschließenden Begehung noch immer Gefahr in Verzug festgestellt werden, dann werden wir eine Ersatzvornahme einleiten. Das bedeutet, die Bezirkshauptmannschaft macht eine Ausschreibung, um eine Firma mit der Entfernung der Bäume zu beauftragen“, erklärt Bezirkshauptmann Andreas Strobl. „Ich gehe aber davon aus, dass der Eigentümer die Sache in Ordnung bringt und wir demnächst die Straße wieder freigeben können.“ 

Der Waldbesitzer plant, die restlichen Eschen am kommenden Wochenende zu entfernen. Besonders leidtragend durch diese wochenlange Straßensperre sind die vielen Pendler, die täglich auf der Strecke fahren und jetzt großräumig ausweichen müssen.