Windrad-Frage in der Pipeline: Bürger sollen entscheiden

Erstellt am 11. Mai 2022 | 05:28
Lesezeit: 2 Min
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Soll es Windräder auf Hollabrunner Gemeindegebiet geben? Die Bürger sollen darüber entscheiden. Details dazu werden noch erarbeitet.
Foto: Symbolbild: NÖN
Die Energiekrise bringt in Hollabrunn nun Schwung in den Prozess der Entscheidungsfindung.
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Wenn, dann nur mit Bürgerbefragung: Darauf hat sich der Hollabrunner Gemeinderat bereits im Dezember 2020 mehrheitlich festgelegt. Jetzt wollen es ÖVP-Bürgermeister Alfred Babinsky & Co. wissen: Soll es im Zonierungsplan festgelegten Gebiet, das die Katastralgemeinden Altenmarkt, Eggendorf, Kleinkadolz, Enzersdorf, Weyerburg und Kleinstetteldorf unmittelbar betrifft, ein Windkraft-Projekt der EVN geben.

Zur Erinnerung: Mit 414 gültigen Unterschriften wurde vor eineinhalb Jahren ein Initiativantrag erreicht, mit dem eine entsprechende Bürgerbefragung gefordert wurde. Es entbrannte eine hitzige Diskussion über die Vorgehensweise und es wurde letztlich ein ÖVP-Gegenantrag mit den Stimmen von Schwarz und Grün beschlossen. Unterm Strich blieb aber: Das Volk wird befragt. Durch die explodierten Energiekosten nimmt das Thema nun wieder Fahrt auf. Im September soll die Bürgerbefragung im Gemeinderat beschlossen werden.

Sollte diese positiv ausgehen, werden Windmessungen durchgeführt, schildert Klimaschutz-Stadtrat Josef Keck (ÖVP). Erst dann könne berechnet werden, um wie viele Windräder es tatsächlich geht. Dazu werde auch entscheidend sein, ob die Nachbargemeinde Nappersdorf/Kammersdorf mit im Boot ist.

Für Keck ist auch klar, dass den Bürgern mit diesem Projekt etwas geboten werden soll, etwa in Form einer Energiegemeinschaft, von der alle profitieren.

Die Errichtung von Windrädern an der einzigen dafür im Gemeindegebiet möglichen Stelle sei in wichtiger Schritt im Maßnahmenpaket, sich von der Abhängigkeit ausländischer Energielieferanten zu lösen, schreibt ÖVP-Gemeindeparteiobfrau Marlis Schmidt im jüngsten Parteiblatt. Und immerhin würden durch die Widmungsabgeltung der Windräder jährlich rund 23.000 Euro pro Standort an die Gemeinde gehen. Es sollen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die Gemeindebürger weniger abhängig von nicht beeinflussbaren Ereignissen zu machen.

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