Grabern

Erstellt am 20. Januar 2017, 05:34

von Sandra Frank

Platz wird knapp: Grabern baut aus. Kindergarten und Volksschule müssen aufgrund des großen Zuzugs in naher Zukunft vergrößert werden.

Bürgermeister Herbert Leeb (l.) und sein Jugendgemeinderat Michael Semmelmeyer (r.) begrüßten die Jungbürger der Gemeinde Grabern beim Neujahrsempfang.  |  NOEN, Sandra Frank

Der Neujahrsempfang der Gemeinde Grabern ist ein „Danke“ an all jene Bürger, die sich das ganze Jahr unentgeltlich für die Gemeinde engagieren. „Sie halten das vielleicht schon für selbstverständlich. Wir als Gemeinde aber nicht“, betonte Bürgermeister Herbert Leeb, dass er den Einsatz zu schätzen wisse.

1.000. Einwohner vor einem halben Jahr begrüßt

Der Neujahrsempfang, der zum zweiten Mal im neuen Musikerheim abgehalten wurde, dient aber auch dazu, die Gemeindebürger über die Geschehnisse in Grabern zu informieren, das alte Jahr Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf das neue zu geben. „2016 war geprägt von mehreren Wahlen. Es ist zwar nur um eine Person gegangen, aber die durften wir öfter wählen.“

Dass seine Partei für die Bundespräsidentenwahl eine Person ins Rennen geschickt habe, die ihren politischen Höhepunkt längst hinter sich habe, damit sei er nicht einverstanden, so Leeb.

Eine Entwicklung, die den Bürgermeister freut, das ist die, seiner Gemeinde. Vor einem halben Jahr durfte er den 1.000. Einwohner in Schöngrabern begrüßen. Ein Zeichen, dass sich die Gemeinde auf dem richtigen Weg befinde. Vor etwa zehn Jahren sei begonnen worden, großflächig Bauplätze zu schaffen, dadurch sein ein wichtiger Trend geschaffen worden.

Denn wer Schöngrabern in den vergangenen Jahren beobachtet hat, der bemerkt eines: Es wird fleißig gebaut. Vier bis sechs Bauplätze werden durchschnittlich in einer Gemeinderatssitzung vergeben, der Hübelgrund wächst.

Auch in Volksschulen wird es Platzprobleme geben

„Wir wachsen: In den ersten 14 Tagen des neuen Jahres hatten wir schon zwei Geburten. Wenn man das hochrechnet ...“, schmunzelt Leeb. Der enorme Bevölkerungszuwachs stellt Grabern aber auch vor Herausforderungen: Mit dem Kindergarten wird es demnächst ein Gespräch wegen einer Erweiterung geben müssen.

Denn bereits 2017 werden Kinder aus Mittergrabern in den Schöngraberner Kindergarten pendeln müssen, weil jener in Mittergrabern voll ist. „In drei Jahren würden wir vor dem Problem stehen, dass wir nicht allen Kindergartenkindern einen Platz in der Gemeinde garantieren können“, weiß das Gemeindeoberhaupt.

In weiterer Folge wird es auch in den Volksschulen Platzprobleme geben. „Aus heutiger Sicht wird es 2020 zu langfristigen Klassentrennungen kommen.“ Bisher werden erste und zweite sowie dritte und vierte Schulstufe gemeinsam unterrichtet. Da diese Herausforderungen vorhersehbar sind, zerbreche sich die Gemeinde bereits jetzt den Kopf über adäquate Lösungen. „Hollabrunn plant einen Schulcampus. Schau‘ ma, wer zuerst baut“, scherzt der Graberner Bürgermeister.

Etwa, das durch das Wachsen der Gemeinde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde, das war die Wasserversorgung von Schöngrabern. Denn die Katastralgemeinde wurde nur von einer einzigen Leitung, die durch die Kellergasse führt, mit Wasser versorgt. 40 Jahre lang. Die Feuerwehr machte den Bürgermeister darauf aufmerksam, dass dies zu Problemen führen kann. Im Sommer 2016 wurde daher eine zweite Leitung installiert. „Gott sei Dank ist in den vergangenen 40 Jahren nichts passiert“, atmet Leeb auf.