Gemeindepaket: Knapp 1,4 Millionen Euro für Hollabrunn. Die Bundesregierung hat in der jüngsten Sitzung des Ministerrats das zweite Hilfspaket für die Gemeinden in Höhe von insgesamt 1,5 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Für die Stadtgemeinde Hollabrunn, die in ihrem Voranschlag für 2021 einen Abgang von knapp einer Million Euro zu verzeichnet hat, ergibt sich darauf ein Anspruch von 1,389 Millionen Euro, die helfen sollen, die Budgetsituation zu entschärfen.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 15. Januar 2021 (13:48)
In der Finanzabteilung des Hollabrunner Rathauses wird beraten, wie das Hilfspaket am effektivsten eingesetzt werden kann.
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"Das Hilfspaket schafft finanzielle Planungssicherheit für alle Kommunen und zeigt ganz klar: Die Bundesregierung lässt uns nicht im Stich“, kommentierte Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl das Hilfspaket.  Es bringe zusätzliche Mittel, die ohne Zweckbindung direkt und rasch dort eingesetzt werden können, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Auch in der Bezirkshauptstadt Hollabrunn hat die Corona-Pandemie die finanzielle Kalkulation auf den Kopf gestellt. ÖVP-Finanzstadtrat Kornelius Schneider sprach zuletzt von 1,4 Millionen Euro an Ertragsanteilen, die der Stadtgemeinde an "Manövriermasse" fehlen. Fast genau diesen Betrag gibt es nun als Sonderzuschuss bzw. als Vorschuss auf zwei Etappen.

ÖVP-Vizebürgermeister und Finanzstadtrat Kornelius Schneider
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Im März soll Hollabrunn 396.000 Euro abholen können, in der zweiten Tranche können 993.000 Euro in Anspruch genommen werden. "Die Regulative sind noch nicht ganz klar, es soll aber unbürokratisch passieren", erklärte Schneider in einer ersten Reaktion im NÖN-Gespräch. 

Während der erste Betrag als Ersatz der fehlenden Ertragsanteile zurückgezahlt werden muss, steht für den zweiten, größeren Betrag eine schrittweise Rückzahlung ab 2023 im Raum. 

Das Geld soll nun helfen, dass der Gürtel in der Gemeinde nicht ganz so eng geschnallt werden muss. Zusätzliche Projekte sollen aber nicht angegangen werden, so Schneider, denn: "Vorhaben wie den Ausbau des Eislaufplatzes schütteln wir ohnehin nicht aus dem Ärmel" und es gelte natürlich auch, die Abdeckung der fehlenden Million im Budget zu bewerkstelligen. Man werde aber freilich noch intensiv beraten, wie die Sonderzahlungen aus dem Hilfspaket am besten eingesetzt werden können.