FPÖ-Pleite in Hollabrunn: Lausch legt eine Pause ein. Michael Sommer soll den einzigen FPÖ-Platz im Hollabrunner Gemeinderat besetzen.

Von Sandra Frank. Erstellt am 28. Januar 2020 (16:49)
Der Wunsch von Christian Lausch und Michael Sommer (l.), zumindest zu zweit in den Gemeinderat einzu-ziehen, wurde nicht erfüllt.
FP

„Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend“, musste Christian Lausch eingestehen. Mindestens zwei Mandate hätten sich die Freiheitlichen gewünscht. Die Konsequenz: „Nach 15 Jahren in der Gemeindepolitik werde ich jetzt eine Pause einlegen“, will Lausch auf sein Mandat verzichten. An seiner Stelle soll Stadtparteiobmann Michael Sommer die nächsten fünf Jahre im Gemeinderat sitzen.

„Ich habe mit viel Leidenschaft und Herzblut für Hollabrunn gearbeitet“, erinnert Lausch an über 20 eingebrachte Anträge in den vergangenen fünf Jahren, darunter etwa die Schulstarthilfe. „Bei der Wahl ist der Populismus im Gemeinderat belohnt worden“, deutet der Nationalratsabgeordnete das Ergebnis der Bürgerliste.

Ins selbe Horn, aber deutlicher, stößt Sommer: „Es ist enttäuschend, dass unsere Sachpolitik nicht gewählt, aber das polternde Rumpelstilzchen Scharinger vom Wähler angenommen wurde.“

Die Freiheitlichen lecken nun ihre Wunden und sind überzeugt, dass es gerade auch in Hollabrunn wieder aufwärts gehen wird. „Kontrollieren und Ideen einbringen“, will Michael Sommer in den nächsten Jahren. „Alleine wird das schwierig, als kleinste Oppositionspartei werden wir aber hart in der Sache sein“, kündigt der 23-Jährige „kantige Opposition mit Hausverstand“ an. Sommer ist der Meinung, dass die FPÖ bisher gut gearbeitet habe. „Leider ist das nicht honoriert worden.“ Der Stadtparteiobmann will weiterhin die Stimme für jeden sein, „der kein ÖVP-Parteibuch hat und somit nicht bevorzugt wird“.

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