Hollabrunner Kinderschänder muss 13 Jahre in Anstalt. Hollabrunner (56) gab zu, sich über Monate als „Wahlopa“ am neunjährigen Enkerl seiner Lebensgefährtin vergangen zu haben.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 14. August 2019 (03:55)
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Der einschlägig vorbestrafte Hollabrunner nahm die Strafe an. Foto: Hahslinger

Das getrübte Vorleben mit Gefängnisaufenthalten wegen sexueller Übergriffe an Minderjährigen und Therapien hielten einen heute 56-Jährigen nicht davon ab, erneut rückfällig zu werden. „Es steckt in mir“, erklärte der Hollabrunner vor Gericht, und er gab zu, sich über Monate am Enkelsohn seiner Lebensgefährtin vergangen zu haben.

Mit Geschenken und Aufmerksamkeiten habe er sich das Vertrauen und die Liebe des erst neunjährigen Jungen erschlichen und ihn dann bei dessen Wochenendbesuchen bei der Oma missbraucht.

Aus einem psychiatrischen Fachgutachten geht hervor, dass der 56-Jährige an einer bisexuell orientierten Kernpädophilie leidet. Allerdings sei der Mann laut Experte Werner Brosch aus medizinischer Sicht in der Lage gewesen, das Unrecht seiner Handlungen zu verstehen. Der Gutachter bejahte eine Einweisung des 56-Jährigen in eine Anstalt, da das Risiko, neuerlich schwere Missbrauchshandlungen an Unmündigen zu begehen, sehr hoch sei.

Der Schöffensenat unter Richtervorsitz von Martin Bodner schloss sich der Meinung an: Er verhängte über den Hollabrunner wegen Kindesmissbrauchs und Besitzes zahlreicher Kinderpornos eine 13-jährige Gefängnisstrafe und ordnete die Anstaltseinweisung an. Das Urteil ist rechtskräftig.