Helmut Hummel gestaltet kunstvolle Nisthilfen. Seit etwa 25 Jahren baut Jagdleiter Helmut Hummel Nisthilfen für private Gärten im Ort, vor allem aber für das Revier. „Es geht verstärkt um Artenschutz, nicht nur im Allgemeinen, sondern auch in der Jagd“, erzählt der Schmidataler. Unterstützt wird er dabei tatkräftig von Emilio Bayerl (10) und Simon Ott (12).

Von Barbara Witzany. Erstellt am 08. April 2021 (15:25)

„Es gibt immer mehr Einflüsse, die für das Verschwinden von Insekten, Vögeln und Niederwild verantwortlich sind“, führt Hummel aus. Die Nistkästen, die er fertigt, haben mitunter diverse Themen. Für seine in der Schweiz lebende Tochter baute er eine Box mit der Schweizer Fahne drauf. Schmunzelnd zeigt er ein Foto eines Nistkastens, den er für einen Freund fabriziert hat – einen glühenden Rapid-Fan. „Etwa 20 bis 25 Nisthilfen montiere ich pro Jahr, heuer habe ich grandiose Unterstützung von Emilio Bayerl und Simon Ott“, dankt Hummel den Buben.

„Sichere Brutplätze sind rar geworden“

„Leider verschwinden die natürlichen Brutplätze. Speziell die Weiden werden kaum nachgepflanzt. Sichere Brutplätze sind rar geworden“, erläutert der Jagdleiter. Mit seiner Bauweise macht er es den Fressfeinden fast unmöglich, Küken zu erwischen: „Ich mache das Einflugloch aus einem dickeren Holz und platziere es vorne eher seitlich. So ist der Nachwuchs vor Katzen, Mardern und anderen Nesträubern, wie Elstern und Krähen, besser geschützt.“

Hummel baut Nisthilfen für Meisen, Kleiber sowie Halbhöhlen für Rotschwanz und Rotkehlchen. Die Kinderstuben werden sehr gut angenommen: „Ich konnte selbst beobachten, dass in einem Nistkasten innerhalb eines Jahres drei Familien herangewachsen sind“, freut sich der geschickte Handwerker. Für die durch ein Virus dezimierten Amseln möchte er auch noch verdeckte Nisthilfen schaffen. Und Insektenhäuser sind ebenfalls in Planung, verrät Hummel und hofft wieder auf die fachmännische Unterstützung von Emilio und Simon.