Sportverein feierte 30er. Der Sportverein Gettsdorf lud ein – der Schmäh und die Fußballer rannten.

Von Barbara Witzany. Erstellt am 31. August 2017 (11:06)

Mit einer Feldmesse und einem Festakt, musikalisch umrahmt von der Ortskapelle Gettsdorf, wurde das 30-jährige Bestehen des Sportvereins gefeiert. Außerdem wurde der Rahmen genutzt, um den scheidenden Pfarrer Gebhard nach der Messe am Sportplatz zu verabschieden.

Ortsvorsteher Karl Hummel und der Obmann des Sportvereins, Manuel Guggenberger, überreichten dem Pfarrer Geschenke. Dieser wurde nach Altötting versetzt: „Ich lade euch ein, mich zu besuchen.

Es gibt gutes Bier – einen guten Wein müsst ihr selber mitbringen“, schmunzelte Gebhard. Dann begrüßte Guggenberger die zahlreichen Gäste und erzählte aus der Geschichte und von den vielen Aktivitäten des Vereins. Schon bei der Entstehung des Sportplatzes wirkten die Mitglieder mit. Es wurden unter anderem Familienradwandertage und Ausflüge unternommen, Faschingssitzungen und Ortsschnapsen veranstaltet.

„Viele beneiden euch um diese Anlage“, meinte Bürgermeister Johann Gartner und meinte schmunzelnd zum ehemaligen Obmann Georg Ehemoser: „Er kennt jeden Grashalm beim Namen.“ Aus dem Publikum rief jemand Ehemoser zu: „Bau eine Rasenheizung!“ Gartner wünschte abschließend: „Möge die Dorfgemeinschaft weiter so florieren.“ Landtagsabgeordneter Richard Hogl sah das in seiner Rede genauso: „Das ist gelebte Dorfgemeinschaft.“

Aus den Reihen des Vorstandes wurden in der Folge die Geehrten zur Verleihung des „Silbernen Verdienstordens der Republik Gettsdorf“ aufgerufen. Als Ehemoser seine Goldene Verdienstmedaille und eine Ehrenurkunde überreicht bekam, führte er aus: „Es war eine schöne und schwierige Zeit.“

Nach den Ehrungen gab es den Mittagstisch. Gestärkt gingen dann einige Mitglieder zum Umziehen, denn es stand das Legenden-Match auf dem Programm – mit den ehemaligen Spitzenkickern Felix Gasselich und Karl Ehn, Legenden der Wiener Traditionsvereine Austria und Rapid. Der Bürgermeister warf sich ins Torwart-Trikot.

Vor dem Anpfiff stellten sich die Spieler für ein Foto auf. Die Legenden spielten gegen den SV Gettsdorf. Es lief nicht nur der Ball, sondern auch der Schmäh: Knapp zehn Minuten nach Spielbeginn gab es zwei „Verletzte“. Mit einem alten Traktor samt Anhänger kam Ehemoser aufs Spielfeld. Einige wollten einen „Patienten“ mit einem Brett auf den Anhänger heben – doch das Brett brach.

So mussten die zwei Spieler selbst auf den Anhänger klettern und wurden nach einer kleinen Ehrenrunde zum Spielfeldrand gebracht. Dort erwartete sie ein weiterer „Ersthelfer“ – und schüttete einen Kübel Wasser über sie.

Das Match endete schließlich gerecht: ein Unentschieden mit 4:4.