Gewalt beginnt nicht mit blauen Flecken. Die SPÖ-Frauen informierten vor dem Start der Aktion "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" über dieses Thema. Die prominente Gastrednerin: Nationalratsabgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 19. November 2019 (08:46)
Nationalratsabgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (3.v.l.) und Bezirksfrauenvorsitzende Elke Stifter (vorne) informierten die SPÖ-Frauen über die Aktion "16 Tage gegen Gewalt an Frauen".
Heidegger

Am 25. November ist es wieder so weit, die Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ startet.  

Hollabrunns SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende Elke Stifter lud bereits in der Vorwoche zu einem Abend rund um dieses Thema ein. Die Stadträtin holte eine prominente Gastreferentin in die Bezirkshauptstadt, nämlich die ehemalige SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Dass eine solche Aktion 2019 immer noch ihre Berechtigung hat, machte Stifter deutlich: „Im Vorjahr gab es im Bezirk Hollabrunn 22 Übergriffe gegen Frauen, die zur Anzeige gebracht worden sind.“ Nachsatz: „22 Mal ist hier jemand eindeutig zu weit gegangen!“

22 Übergriffe, Dunkelziffer liegt höher

Nationalratsabgeordnete Heinisch-Hosek ergänzte: „Die Dunkelziffer liegt hier leider meistens noch höher.“ Deswegen sei es wichtig aufzuzeigen, dass Gewalt gegen Frauen nicht toleriert werden dürfe. Hier gehe es aber nicht nur um „blaue Flecken“, wie Stifter weiß. Gewalt habe viele Gesichter und beginne im Verborgenen. „Meist geht der körperlichen Gewalt eine psychische, finanzielle oder ökonomische voraus.“

Eine, die gespannt den Worten der Bundesfrauenvorsitzenden lauschte, war Daniela Poisinger. Die Göllersdorferin wird für den Gemeinderat kandidieren. Sie arbeitet derzeit an der Gründung einer eigenen SPÖ-Frauen-Ortsgruppe in Göllersdorf. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Ortsgruppe noch heuer gründen werden. Wir haben sehr viele tolle Frauen in unserer Gemeinde und in unserem SPÖ-Team“, blickt sie positiv in die Zukunft. „Vor allem Gaby Heinisch-Hosek hat uns sehr viel auf den Weg mitgegeben“, zeigte sich Poisinger beeindruckt.