Skifahren ohne Anmeldung in Fahndorf. Die Schlepplifte auf der „Goaß“ sind in Betrieb. Skiclub-Obmann Weiss ist begeistert.

Von Barbara Witzany. Update am 17. Februar 2021 (07:33)
Die Privatstiftung Weinviertler Sparkasse unterstützte die Anschaffung des Pistenbullys (v.l.): Manfred Breindl, Fritz Weiss, Wolfgang Traindl sowie Andreas Kaim.
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Fritz Weiss, Obmann des Hollabrunner Skiclubs, hat sich richtig gefreut, denn am vergangenen Wochenende war das Skigebiet in Fahndorf sehr gut besucht. „Wir haben alle behördlichen Auflagen erfüllt. Wer die Toilette benötigte, durfte nur mit Maske in die Skihütte“, erzählt er. Und: „Die Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen, zuständig für Ski- und Sessellifte hat unseren Betrieb genehmigt.“

Die Online-Anmeldungen, wie sie derzeit für Skigebiete üblich sind, fallen in Fahndorf aus. Auf der „Goaß“, so der Name des Skigebiets, gibt es nämlich keinen Internetempfang. Doch der Obmann entwarnt: „Wir haben eine große Fläche zum Rodeln und extra die Skipiste.“ Es sei genug Platz für alle Schneebegeisterten.

Die Freude des Obmanns hat noch weitere Gründe: „Unsere Mitglieder haben mich hervorragend beim Beschneien und Präparieren der Piste unterstützt.“ Aber auch der Ortsvorsteher von Kiblitz, Leopold Klimpfinger, und Bürgermeister Hermann Fischer haben tatkräftig mitgearbeitet und die Zufahrt hergerichtet. Der nächste Grund zur Freude war der Besuch von Stiftungsmitgliedern der Sparkasse, Sponsoren des Skiclubs, am Wochenende: „Die Herrschaften waren von der Anlage begeistert und haben eine weitere Unterstützung in Aussicht gestellt“, erzählt Weiss.

Jede Menge Sponsoren und Hilfe auf der Piste

Im Rahmen ihrer satzungsgemäßen Fördertätigkeit unterstützte die Privatstiftung Weinviertler Sparkasse im Vorjahr den Skiclub Hollabrunn anlässlich seines 50-jährigen Bestandsjubiläums mit einem großzügigen Zuschuss zu den Anschaffungskosten für ein neues Pistengerät.

Das Quad wurde vom Hollabrunner Autohaus Kainrath mit beheizbarer Kabine und Raupensatz ausgerüstet, das Schneeschild wurde kostenlos beigestellt. „Mit diesem Fahrzeug sind wir in der Lage, Skipiste und Rodelwiesen perfekt zu präparieren“, schwärmt Weiss. „Es ist für uns eine große Freude zu sehen, wie viele Familien mit Kindern unser Wintersportgebiet begeistert nützen.“

Mit ihm ist ein 35-köpfiges Team an ehrenamtlichen Mitarbeitern im Einsatz, um den Betrieb im Winter am Laufen zu halten und auch im Sommer das Gelände zu pflegen. „Dank dieses großartigen Engagements ist das Skigebiet zu einem touristischen Aushängeschild der Region geworden“, bestätigt Wolfgang Traindl, Vorstandsvorsitzender der Privatstiftung Weinviertler Sparkasse.

Der Schlitten, gebaut 1947, in dem Fritz Weiss (r.) als Kind fuhr, mit den Kindern der Allgemeinen Sonderschule Stockerau vor der Rodelwiese.
Barbara Witzany

Erst vor Kurzem erhielt der Skiclub Anerkennung von prominenter Stelle. Die ehemalige Skirennläuferin und Olympiavierte im Abfahrtslauf Nicola Werdenigg hatte in einem Zeitungsinterview erzählt, dass sie mit ihrer Enkeltochter gerne hierher zum Skifahren kommt: „Da gibt es in einem kleinen Skiclub ein großes Engagement, das taugt mir.“ „Gerne unterstützen wir daher diesen traditionsreichen Verein, der ein so tolles Sport- und Freizeitangebot für Familien mit Kindern schafft“, so Traindl.

Am vergangenen Montag waren Kinder der ASO Stockerau zum Rodeln zu Gast. Als Blickfang stellte Weiss am Beginn der Rodelwiese einen Pferdeschlitten seines Großvaters auf. „Man kann damit noch auf Naturschnee rodeln.“

Die 400 Meter lange „Goaß“ wird durch zwei parallel laufende Schlepplifte erschlossen, verfügt über Flutlicht und eine leistungsfähige Beschneiungsanlage. „Speziell in den eiskalten Nächten der letzten Wochen konnten wir aus vollen Rohren Schnee produzieren“, so Weiss über die derzeit optimalen Voraussetzungen. Für das kommende Wochenende ist er noch optimistisch und hofft, dass es sich ausgeht, die Schnee-Grundlage sei jedenfalls gut.

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