Klimaspaziergang zur Ortstafel Göllersdorf

Die Treibhausgase sind in Österreich leicht angestiegen. Das macht die Klimaschützer von "Göllersdorf for Future" unglücklich. Sie organisierten erneut einen Klimaspaziergang durch Göllersdorf, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Christiane Fürst Erstellt am 24. September 2021 | 09:49

Als Einstimmung zum Klimastreik in St. Pölten lud „Göllersdorf for Future“ bereits zum dritten Mal zum Klimaspaziergang ein. Dieses Mal spazierte die Gruppe mit rund 20 Personen quer durch Göllersdorf zur Ortstafel in der Schönbornerstraße in unmittelbarer Nähe der neuen Wohnungen. 

Mit der längeren Strecke wollten die Klimaschützer mehrere Menschen auf die Demonstration aufmerksam machen. „Wir spüren den Klimawandel auch schon in Hollabrunn und in Göllersdorf, aber durch Corona wurde das Thema Klimaschutz ein wenig verdrängt“, erklärt Christian Nowak, einer der Organisatoren. Dabei wäre die Auseinandersetzung mit diesem Thema besonders wichtig, weil die vor Kurzem erlebten Naturkatastrophen, wie Hagel oder Hochwässer, noch häufiger auftreten werden.

"Außer Ziele setzen ist nichts gemacht worden"

Auch hinsichtlich der Abkommen, die im Zuge der Weltklimakonferenzen der UNO abgeschlossen wurden, sei noch viel Verbesserungsbedarf da, meint Nowak. Denn obwohl im gesamten EU-Durchschnitt die Treibhausgase zumindest gering gesenkt werden konnten, stiegen die Treibhausgase beispielsweise in Österreich leicht an. „Außer Ziele setzen ist bis heute nichts gemacht worden“, zeigt sich der Aktivist enttäuscht.

Allerdings müsse man wegen dieser Fakten nicht nur deprimiert sein, sondern könne selbst auf zwei Ebenen etwas tun: Zuallererst könne man im privaten Bereich das eigene Leben klimabewusster gestalten. "So ein Wandel findet erfreulicherweise bereits bei vielen Menschen statt", beobachtet Nowak.

Die andere Ebene sieht Veränderungen im gesellschaftlichen und politischen Bereich vor. Das könne man sowohl im Kleinen, wie durch das Engagement in der Gemeinde oder im Bezirk, als auch im Großen durch Aktionen wie den Klimastreik oder die Unterstützung weiterer Klimaaktivitäten, die Aufmerksamkeit auf die Thematik lenken, erreichen. 

"Göllersdorf for Future" sucht Dialog mit Betroffenen

Auf der gesellschaftlichen und politischen Ebene möchte „Göllersdorf for Future“ seit der Gründung vor drei Jahren als eine Schnittstelle für die Gemeinde fungieren. Dafür veranstalten die Initiatoren selbst Klimaaktionen, Informationsveranstaltungen, kooperieren mit der Gemeinde sowie den Parteien und setzen sich für Initiativen in Göllersdorf ein. Bei den eigenen Aktionen sucht „Göllersdorf for Future“ gerne den Dialog mit Betroffenen und es werden klimafreundliche Lösungen für die Probleme diskutiert.

So auch bei der Ortstafel, wo die Versetzung eben dieser wegen der neuen Wohnungen angesprochen wurde und nachhaltigere Lösungen für den Müll neben der Fahrbahn gesucht wurden. Ruhig soll es um die Gruppe nicht werden. „Wenn die Situation so bleibt, werden wir im Herbst und Winter wieder lauter werden“, versprechen die Klimaschützer nach ihrer Beteiligung beim Landesklimastreik in St. Pölten.