Konditorei hat einen neuen Pächter. Andreas Alföldi hat das Lokal in der Marktstraße in Göllersdorf gepachtet und renoviert. Das „Bistro Göllersdorf“ sperrt bald auf.

Von Christiane Fürst. Erstellt am 26. Juli 2021 (05:54)
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Der neue Wirt in Göllersdorf: Andreas Alföldi haucht der „Kondi“ der Bouchals neues Leben ein. Einige Arbeiten müssen im „Bistro Göllersdorf“ noch verrichtet werden, dann wird eröffnet.
privat

Ein neues Lokal haucht der Göllersdorfer Gastro-Szene frisches Leben ein: Nach dem Corona-bedingten Aus der Konditorei Bouchal in der Marktstraße im Mai 2020 ist ein Pächter gefunden, der das Lokal mit neuem Stil wiedereröffnen möchte.

Andreas Alföldi renoviert seit Jänner die Räumlichkeiten in Eigenregie. „Von den Sanitäranlagen bis hin zur Küche habe ich alles selbst renoviert.“ Dabei half ihm seine Erfahrung in der Baubranche, die auch der Grund für die Übernahme des Lokals gewesen sei. Er habe die starke körperliche Belastung, die der Bau mit sich bringt, bis zur Pension nicht auf sich nehmen wollen. Das und seine länger zurückliegende Tätigkeit als Gastronom in Wien hätten zur Entscheidung beigetragen.

Moderner, heller und freundlicher

Wie kam der Pillersdorfer auf den Göllersdorfer Standort? Ausschlaggebend sei der Kontakt eines Freundes gewesen, der die Verpächterin gut kenne. „Wir wollten die Einrichtung ein bisschen moderner, ein bisschen heller und freundlicher gestalten. Wir möchten, dass sich die Gäste wohlfühlen und angenehm zusammensitzen können“, spricht Alföldi über die Renovierungsarbeiten, die die „Kondi“ in das „Bistro Göllersdorf“ verwandeln. Ein überdachter Gastgarten wir den künftigen Besuchern ebenfalls geboten.

Neugier ist ein gutes Zeichen

Die Umbauarbeiten blieben im Ort nicht unentdeckt: Der Neo-Lokalbetreiber freut sich, dass sich manche regelmäßig über den Stand der Dinge erkundigen oder auch versuchen, einen Blick ins Innere des Lokals zu erhaschen. Das ortet Alföldi als Zeichen, dass die meisten Göllersdorfer die Eröffnung mit Spannung erwarten.

Dass besagte Eröffnung erst später als erwartet stattfindet, liege zum Teil an den Corona-bedingten Wartezeiten bei diversen Behörden, aber vor allem daran, dass der Pillersdorfer selbst noch nicht aufsperren wollte: „Ich hätte theoretisch schon im Februar eröffnen können, aber ich wollte nicht irgendwie aufsperren“, betont der Gastronom, dass erst im fertiggestellten Zustand eröffnet werden sollte.

Doch jetzt kann er es selbst nicht mehr erwarten, die ersten Gäste zu empfangen. In der zweiten Augusthälfte sollen mit sechs Mitarbeitern die Pforten des Lokals erstmals öffnen.

Café-Restaurant mit kleiner Speisekarte

Was erwartet die Gäste dann? „Im Prinzip ist es ein Speiselokal, aber keine Pinzettenküche“, differenziert der Gastronom. Das Lokal werde vor allem als ein Café-Restaurant mit kleiner Speisekarte ausgerichtet. Die Speisen seien ein Mix aus Klassikern wie Schnitzel und Cordon Bleu sowie „Auslandsküche“ wie Gulasch und Burger. Zwei Mittagsmenüs soll es unter der Woche geben, an den Wochenend-Abenden ist ein Buffet-Betrieb geplant. „Das Buffet bieten wir an, weil es meiner Erfahrung nach von den Gästen immer gerne angenommen wird, weil sie dann unterschiedliche Gerichte probieren können.“ Außerdem verzichtet er auf die Nachtgastronomie, Sperrstunde soll um 21 Uhr sein.

Weil die Qualität ein wichtiger Faktor sei, werde die Speisekarte bewusst klein gehalten. Produkte sollen aus der Region kommen: „Ich bin froh, wenn die Leute kommen und mir gute Ware verkaufen. Regionale Produkte kaufe ich lieber als im Großhandel“, freute sich Alföldi über Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern.

Wo der Wein herkommt, steht bereits fest: Mit den Erzeugnissen der Weingüter Bauer, Ulzer, Neunteufl und Zehetmaier konnten vier der insgesamt fünf Winzer aus der Gemeinde gewonnen werden. Den fünften Wein auf der Karte bezieht der Gastronom aus Maissau, „um den Jungwinzer zu unterstützen“. Eier und Erdäpfel sollen ebenfalls aus der Umgebung kommen.

Dem Gastro-Start sieht Alföldi zuversichtlich entgegen: „Wir freuen uns schon jetzt über das viele Feedback und bemühen uns, dass sich die Gäste wohlfühlen. Sie können sich auf jeden Fall freundliche Bedienung und gutes Essen erwarten.“