Kontrollen in Wienerstraße sind verschärft. Gemeinderat bat um Polizeipräsenz auf „gefährlicher Rennstrecke“ in Göllersdorf. Zusätzlich wurde eine mobile Radarbox an der Ortsausfahrt aufgestellt.

Von Sandra Frank. Erstellt am 10. Oktober 2019 (05:56)
Franz Enzmann
An dieser Stelle stand ein mobiles Radar. Eine vom mehreren Maßnahmen, die Autofahrer dazu bringen sollen, sich am Hotspot Wienerstraße ansGeschwindigkeitslimit zu halten.

„Ich hab‘s angestartet“, erzählt Bürgermeister Josef Reinwein, dass er die Polizei gebeten hat, in der Wienerstraße verstärkt Kontrollen durchzuführen. Sie soll den Rasern Einhalt gebieten, denn der Verlauf der Fahrbahn lädt dazu ein, aufs Gas zu steigen. „Und da reden wir nicht von 60 km/h“, betont Reinwein. Bei vorangegangenen Messungen wurden Werte von über 100 km/h aufgezeichnet – im Ortsgebiet.

Dass dieser Zustand so nicht bleiben kann, wurde in vielen Gemeinderatssitzungen diskutiert. Einige Maßnahmen bereits umgesetzt, etwa Aufsteller, die aussehen wie Kinder.

Zuletzt brachte die SPÖ mit Unterstützung der FPÖ und den Grünen einen Antrag ein, der die Gemeinde aufforderte, die Verkehrssituation zu entschärfen. „Das Bezirkspolizeikommando hat nun den Fokus auf die Göllersdorfer Wienerstraße gelegt“, bemerkte SÖ-Gemeinderat Stefan Hinterberger kurz nach der Gemeinderatssitzung. „Nicht zuletzt aufgrund unseres Antrags und der Berichte in den Medien wurden diese verschärften Kontrollen angeordnet.“

In der jüngsten Gemeinderatssitzung war es ÖVP-Mandatar Martin Schirmböck, der die stärkeren Polizeikontrollen ins Spiel brachte. Daraufhin wurde der Antrag der SPÖ ergänzt. „Es gefällt mir sehr, dass das Miteinander funktioniert“, sagt Reinwein über den Beschluss, der beinahe einstimmig war.

Der Bürgermeister freut sich über die verstärkten Kontrollen. „Ich find das super, die Summe aller Maßnahmen macht‘s aus“, ist er guter Dinge. Denn nicht nur die Polizei ist vermehrt vor Ort, auch ein mobiles Radar stand in der Vorwoche in der Wienerstraße, um Temposündern einzuibremsen. Der Gemeindechef betont aber, dass im Straßenverkehr jeder achtgeben müsse, vom Autofahrer bis zum Fußgänger.

Michael Raab, Gemeinderat der SPÖ, ist froh, dass die Hartnäckigkeit seiner Partei Früchte trägt, die bereits mehrere Anträge einbrachte, um die Verkehrssituation an der Ortseinfahrt zu verbessern. Tempoanzeigen und Warnschilder wurden angeschafft, die in der Gemeinde zu sehen sind.

Thomas Dorfner, Verkehrssprecher der SPÖ, lebt in der Wienerstraße und findet es gut, dass eine Verkehrsverhandlung ansteht, in der geprüft wird, ob auch auf der zweiten Straßenseite ein Gehsteig möglich ist.