Weinviertler Schnellstraße teilweise ohne Betontrennwände

Erstellt am 15. Juni 2022 | 03:47
Lesezeit: 3 Min
Tempolimit Geschwindigkeitsbegrenzung 80er
Foto: NOEN, eldar nurkovic/Shutterstock.com
Zwischen Göllersdorf und Obermallebarn herrscht nun Tempo 80. Die Asfinag führt hier Instandhaltungsarbeiten durch.
Werbung

Wer von Hollabrunn Richtung Wien unterwegs war, dem ist zwischen Göllersdorf und Obermallbarn aufgefallen, dass die Betontrennwände fehlen.

„Wir setzen bis Ende Oktober 2022 diesen S 3 Abschnitt instand. Dabei werden alle Fahrbahneinrichtungen wie Leitschienen, Beschilderungen sowie die Fahrbahn saniert“, erklärt Asfinag Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla auf NÖN-Nachfrage. Da die Asfinag hier Platz zum Arbeiten benötige, „musste für die Dauer dieser Instandsetzung die Betonmitteltrennung entfernt werden“. Deswegen wurde in diesem Bereich das Tempolimit auf 80 heruntergesetzt. „Mit dieser Lösung kann zusätzlich von einer Sperre einer Richtungsfahrbahn der S 3 und der damit verbundenen Ableitung des Verkehrs in die Ortschaften auf Dauer der Maßnahmen Abstand genommen werden“, begründet die Sprecherin.

Außerdem: „Wir haben bereits für das Jahr 2022 den Start der Planungen für diese Maßnahmen vorgesehen“, sagt sie über das Vorhaben bei der Anschlussstelle Göllersdorf, wo die Verkehrssicherheit durch die Errichtung eines Auffahrtsstreifens verbessert werden soll.

Stefan Hinterberger, Mandatar der Göllersdorfer SPÖ ist erfreut, dies zu hören. Die Sozialdemokraten waren die ersten, die via Petition eine Entschärfung dieser Auffahrt gefordert haben. Die Gemeinde ist mit einer Resolution nachgezogen.

Hinterberger ist hier direkt in Kontakt mit der Asfinag. Diese zeige sich äußerst kooperativ. Er und seine Gemeinderäte sehen sich bestätigt, dass sich der Einsatz für mehr Verkehrssicherheit gelohnt hat. Denn die Stopptafel, mit der die Auffahrt derzeit geregelt ist, sei sehr gefährlich und müsse entschärft werden.

Untersuchungen zu Lärmschutz laufen

In den nächsten Jahren wird außerdem der Talübergang Großstelzendorf saniert. „Voraussichtlich ab 2026“, sagt Vucsina-Valla. Dazu seien derzeit vertiefte Untersuchungen im Laufen. „Nach Festlegung der konkreten Ausbaumaßnahmen wird von der Asfinag eine sogenannte Detaillärmschutzuntersuchung erstellt, in der die Möglichkeiten der Erweiterung des bestehenden Lärmschutzes gemäß den österreichweit einheitlichen Vorgaben geprüft werden“, weiß Hinterberger aus seinem Asfinag-Gespräch.

Werbung