Protest gegen Rathaus-Neubau. Volksabstimmung zu Rathaus-Neubau?

Von Sandra Frank. Erstellt am 13. März 2019 (16:03)
NOEN, NÖN
Das Göllersdorfer Rathaus sorgt schon seit Längerem für Diskussionen

Josef Peer will, dass die Bürger entscheiden, wie es mit dem Göllersdorfer Rathaus weitergeht. Ob Sanierung oder Neubau samt Wohnungen, wie das Projekt von der Gemeinde forciert wird, soll eine Volksbefragung entscheiden.

Der ehemalige ÖVP-Gemeinderat  - er trat 2013 zurück, weil er Bürgermeister Josef Reinwein ungeeignet für das Amt hält – verschickt Unterschriftenlisten, um einen Initiativantrag auf die Beine zu stellen, der im Gemeinderat behandelt werden muss.

„Soll der Gemeinderat der Marktgemeinde Göllersdorf der wirtschaftlichen günstigeren und zweckmäßigeren Alternative der Sanierung des Rathauses den Vorzug geben und das Ergebnis dieser Volksbefragung gleich eines Gemeinderatsbeschlusses als bindend ansehen?“ So soll die Fragestellung lauten, wenn es nach Peer geht.

Peer: Sehr gute Bausubstanz

Warum der Dachdecker eine Sanierung für die weit bessere Option hält, erklärt er in einer Aussendung: 2012 habe ein Mitarbeiter eines namhaften Architektenbüros bei einer Besichtigung „die hervorragende und leicht umsetzbare Sanierungsmöglichkeit des Rathauses hervorgehoben“.

Das Gebäude, das vor etwa 50 Jahren erbaut wurde, weise keine statischen Mängel auf, die Bausubstanz sei sehr gut. Die Barrierefreiheit könnte „relativ einfach über die Rückseite des Gebäudes realisiert werden“. Die Abbruchkosten für das Rathaus befänden sich im sechsstelligen Bereich. Dieses ersparte Geld könne in die Sanierung investiert werden.

„Lehnen Sie gemeinsam mit mir ein Projekt, welches langfristig betrachtet nur nachteilige Auswirkungen auf die Marktgemeinde Göllersdorf hat, ab!“, fordert der ehemalige Gemeinderat die Göllersdorfer zur Unterstützung auf.