Wichtiger Schritt Richtung Gemeindezentrum: Deal mit WAV abgesegnet

Erstellt am 04. Juli 2022 | 05:22
Lesezeit: 3 Min
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Das alte Gemeindeamt gehört bald der Vergangenheit an. An seiner Stelle wird ein modernes Gemeindezentrum mit Polizeiposten, Wohnungen, Lokal und Ordination entstehen. Erste Verträge sind unterzeichnet.
Foto: Sandra Frank
Der Deal mit der Siedlungsgenossenschaft „Waldviertel“ in Göllersdorf steht.
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Die Projektvereinbarung zwischen der Marktgemeinde Göllersdorf und der WAV, die alle Abläufe rund um das neue Gemeindezentrum regelt, wurde vom Gemeinderat einstimmig angenommen.

Im Gemeindezentrum am Hauptplatz sollen nicht nur Gemeindeamt und Polizeiposten neu entstehen, sondern auch ein Lokal und eine Ordination. In der Vereinbarung ist eine Leerstandsabgabe für diese Räume vorgesehen, die die Gemeinde an die WAV entrichten muss. „Warum gibt es die?“, fragte Gemeinderätin Shurga Schrammel (Bürgerliste).

Lokal und Ordinationsräume sind ein Wunsch der Gemeinde. „Eine Wohnung bringt man leichter an, ein Lokal vielleicht nicht“, erklärte Martin Holzer (ÖVP). Darum mietet die Gemeinde dieses von der Wohnbaugenossenschaft und vermietet dann weiter an die Betreiber. „Wir haben keinen Mangel an Nachfrage“, sagte Bürgermeister Josef Reinwein (ÖVP), dass es bereits Absichtserklärungen für die Ordination, die etwa 150 Quadratmeter groß sein wird, gibt. ÖVP-Vizebürgermeister Martin Schirmböck machte deutlich: „Aus der Bevölkerung kam der Wunsch: Wir wollen ein Lokal und wir wollen eine Arztpraxis.“ Darum habe die Gemeinde dieses Anliegen in die Hand genommen. „Falls es einen Leerstand gibt, sind wir gefordert.“

Wie hoch die Förderung des Landes NÖ für das Großprojekt sei, werde in absehbarer Zeit geklärt, informierte Reinwein auf Nachfrage von SPÖ-Mandatar Michael Raab.

„Dass wir diese Verpflichtung eingehen, ist notwendig und ein erster Schritt“, sprach sich Josef Peer (Bürgerliste) ebenfalls für die Vereinbarung mit der WAV aus.

Ein weiterer Punkt, der rund um das Gemeindezentrum besprochen werden musste, war die Parkplatzsituation. Derzeit werden die Einreichpläne adaptiert, eine Baubewilligung gibt es nur dann, wenn Parkplätze dem Projekt zugewiesen sind.

Dies soll in der Mühlbachgasse hinter dem Rathaus geschehen. „Irgendwann werden wir die Straße umbauen und die Parkplätze dort schaffen“, erklärte Reinwein, dass die Stellplätze entlang des Zauns der Justizanstalt noch nicht sofort mit dem Bau des Gemeindezentrums umgesetzt werden müssen.

Darum konnte er die Frage von SPÖ-Gemeinderat Stefan Hinterberger nach den Kosten noch nicht beantworten.

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