Erneut schwerer Unfall: Gehört Kreuzung entschärft?. An der Goggendorfer „Friedhofskreuzung“ ereignete sich erneut ein schwerer Unfall. Die Gemeinde möchte eine Temporeduzierung erreichen.

Von Sylvia Stark. Erstellt am 23. Januar 2019 (04:51)
FF Sitzendorf
Der Pkw einer Schmidatalerin (64) kollidierte mit dem Wagen einerPulkautalerin (43), in dem sich auch der Vater und die Mutter der Lenkerin befanden. Die 43-Jährige wurde mit dem Hubschrauber ins Klinikum Krems geflogen, die weiteren Beteiligten mit den Rettungsfahrzeugen nach Tulln und Horn gebracht.

Bei einem schweren Verkehrsunfall bei Goggendorf wurden vergangene Woche zwei Personen schwer und zwei Personen leicht verletzt (wir hatten berichtet, siehe hier und unten). Zwei Fahrzeuge waren im Kreuzungsbereich der L 49 auf Höhe des Friedhofs kollidiert. Die Feuerwehr – Grafenberg, Roseldorf, Goggendorf, Sitzendorf und Hollabrunn waren mit 35 Mann vor Ort – musste drei eingeklemmte Insassen mit hydraulischem Rettungsgerät befreien.

Die Schwerverletzten wurden durch die Notärzte des Rettungshubschraubers Christophorus 2 aus Krems/Gneixendorf und aus Hollabrunn erstversorgt, bevor sie durch die Rettungsteams aus Ziersdorf und Hollabrunn in die umliegenden Unfallkrankenhäuser transportiert werden konnten. Die L 49 war zwei Stunden lang gesperrt. Die Polizei richtete eine örtliche Umleitung ein.

„Wir haben an dieser Stelle schon sicher drei oder vier Verkehrsverhandlungen mit der Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn gehabt, um eine Temporeduzierung zu erreichen“, berichtet Gerhard Eser von der Gemeinde Sitzendorf. Dies sei bislang aber aufgrund der guten Sichtverhältnisse stets abgelehnt worden. Doch nun wird sich ein neuer Sachverständiger die Lage ansehen, so Eser im NÖN-Gespräch: „Der Antrag auf eine neue Verkehrsverhandlung liegt gerade vor mir.“