Biberdamm? „Sollte genauer auf Verklausung achten“. Anrainer orten Zerstörung eines Biberdamms, Ortsvorsteher sagt: „Es gibt Biber, aber in der anderen Richtung.“

Von Sandra Frank. Erstellt am 07. September 2018 (05:43)
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Die Äste im Vordergrund soll ein Biber dort „hingelegt“ haben, um einen neuen Damm zu errichten – so die Vermutung von Georg Ecker.

Zwischen Mittergrabern und Obergrabern hatte ein Biber einen Damm gebaut, beobachtete ein Anrainer. Dieser meldete sich bei Landtagsabgeordneten Georg Ecker (Die Grünen), nachdem dieser Damm zerstört worden war.

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So hat‘s im Windpassinger Graben vor der Räumung ausgesehen: Ein Bach mit Biberdamm, meint ein Bürger.

„Um einen Biberdamm zu entfernen, bedarf es einer Sondergenehmigung der Naturschutzabteilung des Landes“, weiß der Abgeordnete. Diese liege im konkreten Fall aber nicht vor. Bürgermeister Herbert Leeb war auf NÖN-Nachfrage nicht bekannt, dass es an besagter Stelle, im Windpassinger Graben, einen Biberdamm gegeben hat. „Wir haben dort Holz geschlägert und auch den Bach geräumt.“

Das Gemeindeoberhaupt verweist an den Ortsvorsteher von Obergrabern, Herbert Wittmann, der bei den Arbeiten dabei war. Auch der bestätigt im NÖN-Gespräch, dass der Graben geräumt wurde. „Wir haben ihn von Gras und Schilf befreit und die Ausschwemmungen ausgeräumt“, sagt Wittmann. „Da war sicher kein Damm, da würde sich das Wasser ja aufstauen und das ist dort immer abgeronnen.“ Biber gäbe es schon, allerdings „von Obergrabern hinauf, Richtung Pranhartsberg“. Dort sei der Graben aber nicht geräumt worden.

„Vielleicht ist es aus Unwissenheit passiert“, meint Ecker, der von den Bürgern mit Fotomaterial versorgt wurde. Diese wollen den Biber auch gesehen haben. „In Zukunft sollte man genauer darauf achten und bei Verklausungen im Zweifelsfall mit der Naturabteilung des Landes kontakt aufnehmen“, will Ecker Bewusstsein für die Biber und ihre Bauwerke schaffen.