150.000-Euro-Projekt: Pfarrstadl für das ganze Dorf. Die Erweiterung zum Dorfzentrum finanzierte die Gemeinde Guntersdorf aus eigener Tasche.

Von Sandra Frank. Erstellt am 29. Juni 2019 (06:07)
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Bürgermeister Roland Weber, Christa und Leopold Schmid (v.l.) sind stolz auf das Bauwerk, vor dem sie stehen: Ganz Großnondorf half mit, den Pfarrstadl zu errichten. Anfang September wird das Gebäude feierlich eröffnet.

Der Dorferneuerungsverein, die Trachtenkapelle, die Feuerwehr und die Pfarre haben in Großnondorf bald 250 Quadratmeter mehr zur Verfügung, die sie „bespielen“ können.

Im Februar 2018 wurde der alte Pfarrstadl neben dem Dorfzentrum/Feuerwehrhaus abgerissen, Ende Mai kam das Fundament. Jetzt stehen die Außenmauern, der Dachstuhl ist errichtet, die Fenster montiert. Feierlich eröffnet wird der Pfarrstadl am 1. September im Rahmen des Großnondorfer Kirtags. Bis dahin sollen innen, wie auch bei den Außenanlagen – etwa das neue Buswartehäuschen – alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Der Stadl wurde mit 150.000 Euro von der Gemeinde Guntersdorf selbst finanziert. „Zur Eröffnung darf Landesrat Ludwig Schleritzko aber trotzdem kommen“, lacht Bürgermeister Roland Weber, der stolz ist, dass seine Gemeinde keine Landesförderung in Anspruch nehmen musste.

 "Alle haben mitgeholfen"

 Möglich ist dies aber nur, weil der Pfarrstadl allen Großnondorfern am Herzen liegt und sie darum, dort wo es möglich war, selbst Hand anlegten. „Es haben wirklich alle Vereine mitgeholfen“, ist Christia Schmid, Obfrau des Dorferneuerungsvereins, glücklich über den Zusammenhalt im Ort. „Es war allen ein Anliegen, hier dabei zu sein. Wenn Arbeiten anstehen, dann ist immer jemand da“, ist sie voll des Lobes.

Der Pfarrstadl ist als Erweiterung des Dorfzentrums gedacht. Was dieser neue Raum keinesfalls werden soll: ein Veranstaltungssaal. Natürlich sollen die Vereine den Stadl nutzen. „Wir als Gemeinde werden dort aber keine Veranstaltungen forcieren“, denkt Weber daran, dass es in der Marktgemeinde zwei Wirtshäuser gibt. „Der Stadl soll keine Konkurrenz zu ihnen sein“, betont der Bürgermeister. Weil die Gemeinde den neuen Stadl aber abseits von Events nutzen will, werden dort künftig Gemeinderatssitzungen stattfinden.